Auf dem Hammelwerder nur geduldet : Elbblick bei Campern beliebt

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Hammelwerder ist kein offizieller Zeltplatz – trotzdem nächtigen hier ab und an Radler. Servicegebäude steht ihnen zur Verfügung

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04. August 2015, 12:00 Uhr

Günther Olmert rollt sein kleines Zelt zusammen, steckt die Wasserflasche in die Satteltasche. Ein paar Handgriffe noch, dann ist er startklar. Der 71-Jährige aus Paderborn ist auf dem Elberadweg unterwegs. „Von Cuxhaven geht es bis Schmilka. Elbaufwärts soll man weniger Gegenwind haben“, sagt er schmunzelnd. Olmert hatte sein Zelt auf dem Hammelwerder stehen, so wie es jetzt zur Sommerzeit immer wieder mal Leute tun. „Meist sind es Radfahrer, die hier nächtigen“, weiß Hafenmeister Hartmut Koswig.

Der Hammelwerder ist kein offizieller Campingplatz. Einen solchen gibt es zwar in Wittenberge. Der aber befindet sich am Friedensteich. „Bis dorthin kommt aber nur ein Teil der Camper. Die meisten sind auf dem Elberadweg unterwegs, wollen auch gar nicht weit weg vom Wasser“, sagt Lutz Lange für die Freizeitpark GmbH, die den Nedwighafen gepachtet hat. Er wie auch seine Mitarbeiter wissen, dass das Campen auf dem Hammelwerder nur geduldet ist. „Aber im Interesse von Ordnung und Sauberkeit ermöglichen wir es jenen, die dort übernachten, gegen eine kleine Gebühr die Sanitäranlagen und die Duschen im ,Fährmann’ zu benutzen.“ Hafenmeister Koswig weist die Camper ein und gibt die Schlüssel fürs Servicegebäude ’raus.

Auf die kritischen Hinweise von Wittenbergern, Camper auf dem Hammelwerder würden im Gebüsch Müll entsorgen und es als stilles Örtchen nutzen, reagiert Lange mit Verweis darauf, dass ja das Servicegebäude zur Verfügung stünde, um Fehlverhalten vorzubeugen. Außerdem sei der Hammelwerder mit den angrenzenden Buhnenfeldern auch bei Einheimischen sehr beliebt. Nicht jeder räume leider hinter sich ordentlich auf, wenn er diesen Platz wieder verlässt.

Für den Kultur- und Tourismusbetrieb verweist dessen Chef Hans-Jürgen Döllefeld darauf, „dass das Gelände uns nicht gehört, wir dort in keiner Weise etwa das Campen verbieten können“.

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