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Der Prignitzer

20. September 2017 | 16:27 Uhr

Eisenbahnmuseum mit eigenem Buch

vom

Das größte Eisenbahnmuseum Brandenburgs hat jetzt sein eigenes Buch. Pünktlich zum Sommerfest am 6. und 7. Juli legen Dennis Kathke und Dirk Endisch das 112-seitige Werk vor.

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2013 | 09:01 Uhr

Wittenberge | Das größte Eisenbahnmuseum Brandenburgs, beheimatet im ehemaligen Bahnbetriebswerk (Bw) Wittenberge, hat seit dieser Woche nun auch sein eigenes Buch. Pünktlich zum Sommerfest am 6. und 7. Juli, wenn voraussichtlich wieder Tausende in den historischen Lokschuppen am Bahnhof strömen, legen Dennis Kathke und Dirk Endisch das 112-seitige Werk vor.

Mit Endisch als dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins der Dampflokfreunde Salzwedel und Kathke als Mitglied im Verein historischer Lokschuppen - beide Vereine betreiben gemeinsam das Museum - haben sich zwei sachkundige Eisenbahnenthusiasten zusammengetan, um das Eisenbahnmuseum Wittenberge und seine Fahrzeuge - so der Untertitel des Buches - umfassend zu würdigen. Und dazu gehört für die beiden Autoren, das Museum in historische Zusammenhänge und damit als Teil von Eisenbahnentwicklung einzuordnen.

Erst Dank intensiver Bemühungen der Stadt Wittenberge, die auch in Größenordnungen Fördermittel einwarb, konnte aus dem Ende der 90-er Jahre von der Bahn AG aufgegebenen Bw das Museum entstehen. Dafür mussten die Anlagen, die die Bahn nicht mehr benötigte und verfallen ließ - ein markantes Beispiel ist der denkmalgeschützte Lokschuppen - für die nun museale Nutzung saniert und erneuert werden.

Die Geschichte das Bahnbe triebswerkes an sich reicht 160 Jahre zurück, denn bereits 1846 nahm die Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschaft in Wittenberge den ersten Rechteck schuppen in Betrieb. 1872 folgt der Rundschuppen mit Drehscheibe und 18 Gleisanschlüssen.

In der DDR gehörte das Wittenberger Bw zu den größten Bahnbetriebswerken der Deutschen Reichsbahn. In den 60-er Jahren arbeiteten dort rund 1000 Eisenbahner. Bis zu 150 Loks hatten in Wittenberge ihr Heimat-Bw. Dass sich Endisch und Kathke gestern vor der Dampflok 50 3624 positionierten, um ihr Buch vorzustellen, war alles andere als ein Zufall. Mit dem Umzug des Salzwedeler Vereins 2012 aus der Baumkuchenstadt an die Elbe kam auch diese Lokomotive wieder nach Hause. Sie war von 1981 bis 1987, als die Dampflokzeit im Bw endete - in Wittenberge stationiert.

Mit einem Exemplar ihres Buches bedankten sich gestern die Vereinsvertreter bei der Politik und der Verwaltung der Stadt für deren Engagement in Sachen Eisenbahnmuseum. Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Strutz und die stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann nahmen es entgegen. Ein weiterer großer Dank galt gestern dem im November aus dem Dienst geschiedenen Wittenberger Bauamtsleiter Hubert Mackel, der wesentlich die Weichen mit stellte für das Eisenbahnmuseum. Das Buch ist über die ISBN-Nummer 978-3-936893-74-8 erhältlich.

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