Unternehmer in Angst : Eiscafé bangt um Existenz

Das Eiscafé in Breese ist ab Montag nur noch von Weisen aus zu erreichen. Bettina Hoppe erfuhr davon aus der Zeitung.
Das Eiscafé in Breese ist ab Montag nur noch von Weisen aus zu erreichen. Bettina Hoppe erfuhr davon aus der Zeitung.

Betreiberin in Breese kritisiert Sperrung der Straße und fehlende Informationen dazu

von
06. Mai 2017, 04:50 Uhr

Wenn ab Montag die Straße zwischen Wittenberge und Breese hinter der Bahnüberführung gesperrt ist, sieht Bettina Hoppe für ihr Eiscafé Breese schwarz. „Das ist existenzgefährdend. Die Straße soll über die ganze Sommersaison zu sein. Ich lebe aber vom Durchgangsverkehr. Die Schüler aus Perleberg, die ins OSZ nach Wittenberge fahren oder auch die Lkw, die ins Gewerbegebiet Süd müssen“, berichtet Hoppe, die im September die Geschäfte des Eiscafés von ihrem Mann Thomas Scheiblich übernahm. Weiter kritisiert sie, dass sie nicht über die bevorstehende Sperrung informiert wurde. „Mein Mann und ich haben das aus der Zeitung erfahren. Vom Amt Bad Wilsnack/Weisen, aus der Gemeinde oder vom Landesbetrieb Straßenwesen hat niemand mit uns gesprochen.“

Das Eiscafé wird ab Montag bis in den Oktober hinein nur von Weisen aus zu erreichen sein. Von Wittenberge kommende können Radfahrer die Baustelle passieren. „Wir haben auch Stammgäste. Aber ob sie einen Umweg auf sich nehmen, weiß ich nicht“, so Bettina Hoppe, die ratlos in die Zukunft blickt.

Gerald Neu, Leiter des Ordnungsamtes Bad Wilsnack/Weisen, erklärte auf Nachfrage, dass der Landesbetrieb Straßenwesen in Kyritz als verfahrensführende Behörde die Informationspflicht über die Sperrung habe. Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs, gibt es Schwarzen Peter weiter. „Die Baufirma hätte die Anlieger über die Sperrung informieren müssen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen