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Großbrand in Perleberg : Einsatzleiter: „Bis zu 1000 Grad Celsius im Gebäude“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mehr als 100 Feuerwehrleute aus Perleberg, Karstädt und Wittenberge kämpften bis in die Nacht gegen die Flammen

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 17:00 Uhr

Als die Feuerwehren am Donnerstagabend gegen 18.20 Uhr am Einsatzort an der Ecke Berliner-/ Wilsnacker Straße eintreffen, quillt bereits dichter Qualm aus dem Erdgeschoss des Geschäftshauses. Mitarbeiter des Raumausstatters Haack hatten den Brand, der offenbar in einem Lagerraum ausgebrochen war, bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Einen ersten Löschangriff mussten die Feuerwehrleute abbrechen, die enorme Hitze und die Gefahr einer Rauchgasdurchzündung waren eine zu große Gefahr. „Wir mussten den Trupp sofort zurückziehen“, sagte Einsatzleiter Uwe Schleich. „Im Raum herrschten Temperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius.“ Zunächst beschränkte man sich auf das Löschen von außen.

Zur Verstärkung forderte Schleich auch Fahrzeuge der Wittenberger und der Karstädter Wehr an. Das Feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises unterstützte den Einsatz mit einem Spezialfahrzeug, auf dem Atemschutzgeräte verladen sind. Bis zum Ende des Einsatzes wurden mehr als 100 Pressluftflaschen verbraucht. Im Laden loderten nicht nur Teppiche und Gardinen, sondern auch Chemikalien, wie Farben und Lacke. Gut vier Stunden brauchten die Wehren, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. „Wir konnten einen Durchbrand in die oberen Stockwerke verhindern, aber es wird dort mit Sicherheit Rauchschäden geben“, so Schleich.

Da die Zusammensetzung der dunklen Rauchschwaden, die durch die angrenzenden Straßen wabern, zunächst nicht klar war, erwog man, Anwohner zu evakuieren. Nach toxikologischen Messungen konnte dann aber zumindest in dieser Hinsicht Entwarnung gegeben werden, allerdings wurden die Anwohner angehalten, Fenster und Türen zu schließen. Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrleute mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Zur Brandursache ermitteln die Experten des Landeskriminalamtes.

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