Stadt- und Hafenfest Wittenberge : Einmal selbst Feuerwehrmann sein

Mit voller Ausrüstung rückt die Feuerwehr Wittenberge zum Stadt- und Hafenfest an – und lädt die Besucher zum Anfassen und Ausprobieren ein.
Mit voller Ausrüstung rückt die Feuerwehr Wittenberge zum Stadt- und Hafenfest an – und lädt die Besucher zum Anfassen und Ausprobieren ein.

Wittenberger Brandschützer lassen die Bürger spüren, wie hart die Arbeit der Einsatzkräfte ist

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10. August 2015, 10:32 Uhr

Ein Pressluftatmer wiegt rund 16 Kilogramm. Mit Feuerwehruniform, Helm und einem Schlauchpaket in der Hand sind es gut und gerne 25 Kilogramm, die ein Kamerad im Brandeinsatz mit sich herumschleppt. Muss dann noch weitere Ausrüstung getragen oder gar ein bewusstloser Mensch aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, geht es an die Substanz.

„Spätestens, wenn sich unsere Besucher beim Stadt- und Hafenfest einmal selbst komplett ausgerüstet, also die Uniform angezogen, das Atemschutzgerät angelegt und mit den üblichen Gerätschaften ausgerüstet haben, erfahren sie hautnah, wie hart die Arbeit der Feuerwehr ist“, sagt Norman Rauth von der Wittenberger Wehr. Um einen möglichst realistischen Einblick in das Feuerwehr-Ehrenamt zu geben, sind die Kameraden in diesem Jahr mit viel Technik vor Ort, die das Aufgabenspektrum möglichst detailliert zeigt.

„Am Löschfahrzeug ist nicht nur gucken erlaubt, sondern auch einsteigen und anfassen“, sagt Rauth. „Und wir gehen sogar noch einen Schritt weiter. Unter sachkundiger Anleitung erfahrener Feuerwehrleute können die Besucher selbst mit Schneid- und Spreizgerät aktiv werden und an einem alten Auto die Rettung von Unfallopfern ausprobieren. So wollen wir demonstrieren, wie anstrengend ein Einsatz trotz modernster Technik ist.“

Man wolle den Bürgern den Feuerwehrdienst ganz praktisch nahe bringen. „Dazu gehört auch Aufklärungsarbeit, beispielsweise zur Frage, warum wir auch in der Nacht mit Blaulicht und Horn fahren müssen. Wenn man dann erklärt, dass nur so Sonderrechte in Anspruch genommen werden dürfen, haben viele Leute eher Verständnis dafür.“

Natürlich gehe es auch darum, Mitglieder zu werben. Wer Interesse hat, selbst im Brandschutz aktiv zu werden, erfahre am Stand alles Wissenswerte rund um Ausbildung und Einsätze, sagt Norman Rauth. Weiterhin bietet die Feuerwehr in Kooperation mit dem ADAC Rettungskarten für die meisten gängigen Fahrzeugtypen an und informiert in einer Fotoschau über ihre Aktivitäten. „Von 10 bis 17 Uhr sind wir an der Ecke Bahn-/Rathausstraße vor Ort, und ab Mittag sorgen unsere Köche hier auch für die beliebte Erbsensuppe.“

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