Perleberg lud ein : Einkaufen im Lichterglanz

Die Adventskalender werden dem Rauschebart förmlich aus den Händen gerissen.  Fotos: Doris Ritzka
Die Adventskalender werden dem Rauschebart förmlich aus den Händen gerissen. Fotos: Doris Ritzka

Lichterfest auf dem Großen Markt und Shoppen bei Kerzenschein – eine Synergie, die funktioniert, sagen Händler und Kunden

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30. November 2014, 22:00 Uhr

„Irgendwie warten die Kunden schon aufs Shoppen im Lichterglanz, auch wenn es in diesem Jahr erst zum zweiten Mal stattfindet“, berichtet Jenny Porep, Geschäftsinhaberin. In den Jahren zuvor ging es vom Hörturm zum Markt, die Weihnachtsbaumbeleuchtung wurde angestellt, der Rauschebart verteilte Süßigkeiten, und das war es.“ Wenn so viele Leute schon mal unterwegs sind, dann sollte man ihnen auch ein Angebot unterbreiten, meint die junge Geschäftsfrau.

Und dieses ist offensichtlich ganz nach dem Geschmack der Perleberger und ihrer zahlreichen Gäste, denn in vielen Geschäften der Innenstadt ist am Samstag von 17 bis 21 Uhr ganz schön Betrieb. „Die Stadt lebt, so muss es sein“, sagt auch Heidemarie Nicolai. Seit 44 Jahren hat sie ihren Laden für Kurz- und Modewaren. Die winterlichen Temperaturen kommen ihr nur recht. „Wer kalte Füße hat, bei mir gibt es warme Socken.“

Skiunterwäsche und wärmende Strümpfe, das ist am Samstagabend auch Arbeitsbekleidung im Belluno, zumindest für Servicekraft Nadin Ittmann. Vor dem Eiscafé kredenzt sie, passend zu den abendlichen minus zwei Grad Celsius, heißen weißen und roten Glühwein. Übrigens, der hier angekündigte Zauber musste aus Krankheitsgründen absagen.

Wohin man auch blickt, die Geschäftsinhaber haben sich was einfallen lassen, locken mit Angeboten auf ihr Sortiment und fürs leibliche Wohl mit Plätzchen, Glühwein, Tee oder Sekt bzw. auch mal was Herzhaftem zum Probieren.

Gegen 18 Uhr wird es dann eng auf dem Großen Markt. Von der Berliner Straße her kommt der Tross von Kindern, angeführt vom Perleberger Spielmannszug und mitten drin der Weihnachtsmann. Zuvor hatte der Nachwuchs am Hörturm sich wieder kleine Laternen gebastelt und der „Kleinen Dott“ gelauscht, allerdings anders als angekündigt, im Zelt. Die Handwerker seien nicht ganz fertig geworden. Durch den Einbruch vor wenigen Tagen sei allerhand zu Bruch gegangen. So musste man improvisieren, ist von Vereinschef Christian Müller zu erfahren. Zusammenrücken heißt es so im Zelt und in kuschlig warmer Atmosphäre nimmt die „Kleine Dott“ Groß und Klein mit auf ihre Abenteuer.

Mit dem letzten Glockenschlag gehen am 15 Meter hohen Weihnachtsbaum die Lichter an und ein Ahhhh erfüllt den Großen Markt. Der Posaunenchor der Kirchgemeinde lässt die Vorweihnachtszeit einklingen. Und dann ist der Weihnachtsmann an der Reihe. In Ermangelung eines entsprechend großen Sacks für die Hunderten von Adventskalender hat er sich einen Framo, Baujahr 1953, gechartert. Das Verteilen geht dann schnell, denn die süßen Kalender werden ihm förmlich aus den Händen gerissen.

Knisterne Feuerschalen, Teelichter und Laternen weisen dann den Weg in die ideenreich geschmückten Läden der Innenstadt.

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