Pinnower Jubiläum wurde zur Zeitreise : Einheit aus Historie und Gegenwart

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Das 160-Seelendorf Pinnow hatte sich zu seiner 750-Jahrfeier mächtig herausgeputzt. An die 1000 Besucher beim Festumzug

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19. Juni 2016, 21:00 Uhr

Ein Vielfaches vom 160 Einwohner zählenden Dorfes war am Sonnabend auf den Beinen, als Pinnow zu seiner 750-Jahrfeier geladen hatte. Das ganze Dorf hatte sich herausgeputzt, die Vorgärten liebevoll geschmückt. Erst säumten an die rund 1000 Besucher die Dorfstraße beim Festumzug, anschließend bevölkerten sie den Festplatz.

Der Festumzug mit 40 Bildern stellte den feierlichen Höhepunkt dar. Er bildete eine Zeitreise durch die Historie bis zur Gegenwart. Nicht nur Pinnower, auch die Nachbardörfer wie zum Beispiel Zapel, Pröttlin, Sargleben, Groß Warnow oder Deibow ließen es sich nicht nehmen, mit sehr einfallsreich dekorierten Wagen zu gratulieren. Vielfach trugen die Umzügler historische Kleidung. Die Groß Warnower Feuerwehrfrauen fielen da noch besonders auf. Sie vergnügten sich als Flower-Power-Girls. Ihre männlichen Kameraden wie auch die anderen Nachbarwehren unterstützten die Pinnower bei den Absperrungen.

„Noch ein paar Tage vorher haben sich Kurzentschlossene angemeldet“, sagt Marina Maaß vom Organisationskomitee, die als Bürgerfrau aus dem 20. Jahrhundert den Tag verbrachte. Sie wirkte nach dem Festumzug ein bisschen sprachlos, ob der vielen Besucher. „Ich habe schon Sorge, dass die Versorgung nicht ausreicht bei den vielen Leuten.“ Gleich nach dem Umzugsspektakel bildete sich am Stand mit der Erbsensuppe eine lange Schlange. Uschi Gadow und Erika Markwart lieferten Akkordarbeit. Nach gut einer Stunde war die Gulaschkanone mit 350 Portionen Geschichte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Leute waren super“, so Uschi Gadow. Die wenigsten in den Warteschlangen murrten, sie nutzten die Zeit, um sich zu unterhalten. Man traf sich mal wieder, so das Motto vieler.

„Meine Schwester hat mir von der Jahrfeier erzählt. Ich bin in Zapel geboren und hier aufgewachsen, da mussten wir einfach kommen“, sagt Marlies Hildebrandt, geborene Pielach, die mit ihrem Klaus auch am Umzug teilnahm. Und die heute in Staßfurt Lebenden waren begeistert, was das Dorf und die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten. Es war eine rundum mit einem bunten Rahmenprogramm kurzweilige 750-Jahrfeier. Sie wird in Erinnerung bleiben. Allein schon deshalb: Wolfgang Schulz lief überall mit der Videokamera herum und will im Nachgang einen Film zusammenstellen. So wie er es schon vor 25 Jahren gemacht hatte. Diesen und eine historische Bilderschau hat er auch am Sonnabend gezeigt.

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