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Der Prignitzer

23. November 2017 | 21:44 Uhr

Blutspende : Einfach etwas Gutes machen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Helga Karius spendet in Lenzen bereits zum 55. Mal den roten Lebenssaft, für Eileen Massow ist es eine Premiere

von
erstellt am 06.Jan.2015 | 08:00 Uhr

„Dann wollen wir mal recherchieren“, sagt Schwester Christel, als sie der auf der Matte liegenden Dame den Arm langsam zuschnürt. „Name, Vorname, Geburtsdatum, bitte“, fragt sie freundlich. Dabei kennt sie die Dame bereits: Denn Helga Karius aus Lenzen ist zum 55. Mal bei der Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes. „Aber Sicherheit geht vor“, sagt Schwester Christel Till. Die 54-Jährige erklärt, dass die mehrfache Absicherung dazu diene, die Proben nicht zu verwechseln. „Bevor das Blut weiterverwendet werden kann, kommt es zur Weiterverarbeitung ins Labor nach Dresden. Verwechslungen sind fatal“, so die examinierte Krankenschwester.

Helga Karius kennt den Ablauf der Blutspende. Ganz gelassen wartet die 70-Jährige, bis sich der kleine Plastikbeutel mit 500 Millilitern des roten Lebenssaftes füllt. „Gäbe es keine Spender, dann müssten wahrscheinlich Menschen sterben“, appelliert sie. „Ich habe selbst drei Kinder. Die fahren Auto. Und wenn denn mal was passiert, kann es ja sein, dass sie Blut brauchen.“

Nach nicht einmal sechs Minuten ist die gesamte Prozedur überstanden. Wie jeder Spender, der den kleinen Pieks über sich ergehen lässt, bekommt die Lenzenerin ein herzliches Dankeschön und einen kleinen Imbiss nach der Spende.

Während Helga Karius den kleinen Raum mit den fünf Spendeplätzen verlässt, nehmen schon die nächsten Patienten Platz. Darunter auch die 26-jährige Eileen Massow mit ihrer Mutter . „Mutti ist zum dritten Mal hier und ich wollte es einfach mal ausprobieren, was Gutes tun“, sagt die kaugummikauende Blondine. „Einmal ausspucken“, fordert sie sofort „Blutengelchen“ Christel auf. Erstspendern könne es passieren, dass ihnen schwindlig wird. „Dann geht so ein Kaugummi fix zu verschlucken“, erklärt die Neuruppinerin.

Ohne Widerworte spielt Eileen Massow mit. Aufgeregt sei sie nicht, meint sie. So vertieft in das Gespräch mit Schwester Christel spürt sie nicht einmal, wie die Nadel durch die Haut in die Vene sticht. „Wie, das war es schon?“, fragt sie verwundert.

Da die 26-Jährige zum ersten Mal etwas Blut gibt, bekommt sie vom DRK eine Picknick-Decke geschenkt. Die passende Idee gibt’s gratis von der kecken Schwester Christel oben drauf. „Lässt sich wunderbar für ein Date benutzen. „Und weil sie so eine besonders Süße sind, prüfen wir das Blut gleich auch auf Diabetes“, erklärt sie ihrer jungen Spenderin weiter. Auch auf Gelbsucht und Geschlechtskrankheiten „und alles, was sich eben so im Blut finden lässt“, werde geprüft. Sollte etwas festgestellt werden, würde man vor der nächsten Spende informiert. Das wäre in Lenzen am Mittwoch, dem 7. Januar.

 

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