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Arbeiten und Gesund bleiben : Eine Wunderpille gegen den Stress

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gesundheitstag in der Kreisverwaltung informiert Mitarbeiter über Bekanntes und Erstaunliches

Kennen Sie Staphylococcus? Dieser kleine Geselle tummelt sich auf Ihrer Haut, lebt und wächst dort. Das Bakterium darf dort sein, erzählt Anke Teetz den interessierten Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Die Hygienefachkraft des Kreiskrankenhaus nahm gestern am 2. Gesundheitstag in der Verwaltung teil.

Bakterien am und im Körper gehören zu unserem Leben dazu. Sie dürfen nur nicht aus dem Gleichgewicht kommen oder in Regionen vordringen, die nicht für sie bestimmt sind, erklärt die Fachfrau. Sonst drohen Infektionen. Daher sei das richtige Händewaschen enorm wichtig.

Sie hat eine UV-Lampe mitgebracht und bittet Mitarbeiter, ihre Hände nach dem Einreiben mit einem Desinfektionsmittel darunter zu halten. Die Gesichter verraten, dass dieses Experiment offenbar anschaulich ist. „Wir sehen die Stellen, die wir beim Waschen oft nicht gründlich reinigen, wie den Handrücken oder zwischen den Fingern“, sagt Anke Teetz.

Das sei gefährlich, denn an den Händen befinden sich viele Bakterien. Wir fassen Treppengeländer an, Einkaufswagen, gehen aufs Klo. „Wer sich danach nicht richtig wäscht, riskiert beim Essen die Aufnahme von Bakterien“, so Anke Teetz.

Sie rät zu einem gesunden Reinheitsgefühl und lehnt eine Übertreibung ab. Privat arbeite sie beispielsweise nicht mit einem Desinfektionsmittel. „Allenfalls nehme ich etwas für die Hände, wenn jemand in der Familie Durchfall hat.“

Wie und wann man sich die Hände waschen sollte, möchte Anke Teetz auch Grundschulkindern erzählen. Das Krankenhaus werde dazu Veranstaltungen anbieten, zu denen sich Schulen anmelden können.

In der Kreisverwaltung geschieht an diesem Tag noch viel mehr. „Physiotherapeuten beraten Mitarbeiter zur richtigen Sitzhaltung, geben Tipps für Bewegungen zwischendurch“, sagt die Heike Rosenau-Reishaus, zuständig für den Arbeitsschutz. Sie hat den Tag organisiert, Krankenkassen für eine Teilnahme gewinnen können. Besonders gefragt ist Guido Schätzmüller vom Institut für Prävention und Nachsorge aus Köln. Er berät zum Thema Stress.

15 Minuten dauert ein Stress-Test und Schätzmüller ist den ganzen Tag über ausgebucht. Mit seinem Gerät fertigt er ein Mini-EKG an, misst die Herzfrequenz-Variabilität. Je gleichmäßiger das Herz schlage, desto höher der Stressfaktor, erklärt er.

Die Ergebnisse seiner Testpersonen seien nicht Besorgnis erregend gewesen, niemanden habe er zu einem zeitnahen Arztbesuch raten müssen. Aber Tipps konnte er um so mehr geben. „Jeder sollte aktiv sein, Sport treiben. Das baut Stress ab.“ Bestenfalls mehrmals die Woche mindestens 30 Minuten Joggen, Walken, Radfahren, nennt er Beispiele. Sport sei eine wunderbare Pille gegen Stress und gänzlich frei von Nebenwirkungen.

Aber auch für die Arbeit im Büro hat er Tipps parat: Beim Telefonieren aufstehen, Schreiben am Stehpult und niemals den Telefonhörer zwischen Nacken und Schulter einklemmen.


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erstellt am 19.Jun.2014 | 08:00 Uhr

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