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Katzen-Boom in Brünkendorf : Eine süße, große Last

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 20 Katzenbabys suchen ein Zuhause / Wie die trächtigen Muttertiere nach Brünkendorf kamen, ist unklar

Statt überschaubarer vier Maikätzchen der eigenen Haus- und Hofkatze toben bei Norbert Kneher in Brünkendorf derzeit um die 20 Katzenkinder übers Grundstück. „Wie viele es genau sind, weiß ich nicht“, sagt der ältere Herr. Auch Sabine Blunk vom Ordnungsamt der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) und Marion Strauch aus Giesensdorf vom Tierschutzverein Pritzwalk können die Gesamtzahl nicht ermitteln, waren aber gestern vor Ort, um zu helfen. „Die Katzen müssen so schnell wie möglich vermittelt werden, sind also ab sofort in liebevolle Hände abzugeben“, sagt Sabine Blunk. Untergebracht werden sie zwischenzeitlich in Giesensdorf.

Nach Norbert Knehers Schilderungen sollen hier vier trächtige Muttertiere ausgesetzt worden sein. Wie sich die Vorgeschichte tatsächlich im Detail zutrug, weiß niemand. Fakt ist, dass der daraus resultierende Nachwuchs für die Brünkendorfer Familie natürlich nicht zu händeln ist. Die Muttertiere suchten sich im Bereich des Grundstücks Verstecke, wo sie die Jungen zur Welt brachten. Zum Vorschein kamen die drolligen Kleinen, als sie dann gar nicht mehr so ganz klein waren, berichtet Kneher. Er wandte sich ans Ordnungsamt. Das leistet nun, gemeinsam mit den Tierschutzvereinen Pritzwalk und Prignitz, tätige Hilfe. „Wir können es aber nicht allein stemmen, benötigen Hilfe aus der Bevölkerung“, sagen Sabine Blunk und Marion Strauch. Strauch fügt hinzu, dass die Katzenbabys sowohl einzeln als auch zu mehreren abgegeben werden, die neuen Besitzer allerdings ein wenig Geduld aufbringen müssten, um die Jungtiere an den menschlichen Umgang zu gewöhnen. Übermäßig scheu zeigten sich die Fellknäule allerdings gestern beim „Prignitzer“-Ortstermin nicht. Die Tierschutzvereine wollen sich zudem um die Sterilisation der Mutterkatzen kümmern. „Ein leidiges Thema“, meint Sabine Blunk. Denn von einer flächendeckenden Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen, wie sie der Deutsche Tierschutzbund fordert und wie sie zum Teil in Deutschland auch schon umgesetzt wird, seien sowohl das Land Brandenburg als auch der Landkreis Prignitz derzeit noch weit entfernt.

 

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erstellt am 05.Jul.2016 | 21:30 Uhr

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