"Eine Hommage an die Ringbahn"

Mit viel  Eigeninitiative und Hilfe privater  Sponsoren möbelten Muggerkuhler Bürger ihr altes Bahnhofsgebäude auf und sind mächtig stolz, wie schön es geworden ist. Kasprzak
Mit viel Eigeninitiative und Hilfe privater Sponsoren möbelten Muggerkuhler Bürger ihr altes Bahnhofsgebäude auf und sind mächtig stolz, wie schön es geworden ist. Kasprzak

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20. Oktober 2013, 07:38 Uhr

Muggerkuhl | Am Sonnabend war es soweit: Zünftig feierten Groß und Klein mit einem Lagerfeuer und einer Gulaschkanone die Eröffnung des alten Bahnhofsgebäudes. Es ist ein wahres Schmuckkästchen geworden. Der Backsteinbau bekam ein neues Dach, neue Fenster und Türen, elektrische Leitungen wurden verlegt und die Fassade ausgebessert. Es beherbergt nun eine kleine Ausstellung über den ehemaligen Bahnhof in Muggerkuhl und die Perleberger Ringbahn sowie einen kleinen Versammlungsraum. "Es ist eine Hommage an die Ringbahn", bezeichnet denn auch Gemeindevertreter Siegfried Hartmann die Wiederbelebung des alten Bahnhofsgebäudes, das seit dem 26. Mai 1968 nicht mehr für seine eigentlichen Zwecke gebraucht wurde, wie Peter Sommerfeld erklärte. Der Autor von "Die Perleberger Ringbahn" war am Sonnabend extra nach Muggerkuhl gekommen, um die Eröffnung mitzuerleben und überreichte Siegfried Hartmann noch ein paar Dokumente. Und Sommerfeld freute sich, dass man in dem kleinen Ort das alte Bahnhofsgebäude zwar mächtig aufgemöbelt hat, es aber als ein solches wiedererkennt und es nicht zu modern saniert hat.

Fest steht auch jetzt schon: "Wolfgang Falk will die Ausstellung weiterführen." Denn das ein oder andere wird sich zu dem Thema sicher noch irgendwo aufstöbern lassen. So zum Beispiel auch Fotos von der Bahnhofsvorsteherin Alice Rinn, die in dem Gebäude bis 1968 gewohnt hat. Danach vermietete die Gemeinde dieses als normales Wohnhaus, bis es eben gar nicht mehr genutzt werden konnte.

Doch bis es am Sonnabend mit der Eröffnung soweit war, betrieben die Muggerkuhler viel Aufwand. "Prima, dass sich Privatleute zusammengetan haben, um aus dem Gebäude wieder etwas zu machen", so Berges Bürgermeister Werner Eckel. Vor zweieinhalb Jahren fanden sich ein paar Gleichgesinnte und fingen an, Pläne zu schmieden und übernahmen das Gebäude von der Gemeinde, die aufgrund ihrer Verschuldung nicht einen Euro zur Sanierung dazugeben konnte und dieses Gebäude auch nicht in die Infrastruktur passte. "Es ist eines der wenigen historischen Gebäude im Ort. Das mussten wir erhalten", so Hartmann. Insgesamt beteiligten sich 34 Privatleute und Firmen, die das Projekt unterstützten. "Ein besonderer Dank gilt dem Dorfclub Muggerkuhl e. V.", so Hartmann, der die Endsumme nicht genau beziffern wollte, aber von mehreren Tausend Euro sprach. Zudem stecken noch viele hunderte Arbeitsstunden von fleißigen Helfern in der Renovierung. Erst am Wochenende zuvor wurden die letzten Griffe getan und der Handlauf am Geländer der kleinen Treppen angebracht.

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