Eine Fellnase bei der Arbeit

Die Arbeit mit Hunden bringt vor allem älteren Patienten Vorteile.
Die Arbeit mit Hunden bringt vor allem älteren Patienten Vorteile.

Patienten der Geriatrie trainieren mit einem Therapiehund

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02. September 2019, 13:47 Uhr

Vierbeinige Verstärkung hat das Kreiskrankenhaus in Perleberg. Seit eineinhalb arbeiten Ärzte, Pfleger und Therapeuten in der Klinik für Geriatrie Tieren aus der Hundeschule „Summ“ aus Hoppenrade zusammen. Einmal pro Woche besucht Hundetrainerin Kerstin Summ mit einem der fünf Hunde die Patienten, sagt Pressesprecherin Jacqueline Braun.

Patienten im fortgeschrittenen Alter kämpfen in der Regel mit vielen gesundheitlichen Problemen, woraus auch Beschwerden im Bereich Wahrnehmung und Psyche resultieren. „Ein Hund kann durch sein unbekümmertes Wesen die Psyche der Patienten und damit letztlich den Lebenswillen spürbar aufhellen“, sagt Braun. Auch das Gefühl gebraucht zu werden und Verantwortung übernehmen zu dürfen, könne bei geriatrischen Patienten Energien mobilisieren, die für einen effektiveren Verlauf der Physio- und Ergotherapie genutzt werden könnten.

Tiere trösten ohne Worte und helfen durch ihre Nähe. Jedes Streicheln und Bücken nach einem Ballsei eine spielerische Bewegungsübung für den Patienten. Damit ließen sich Psychopharmaka vermeiden. Auch haben viele Patienten in der Vergangenheit Hunde zu Hause gehabt und stehen Hunden sehr nahe, ergänzt Braun.

Nach dem Kontakt mit den Hunden in der Therapie falle es Patienten oft leichter, Gefühle auszudrücken und zu zeigen. Hunde haben ein feines Gespür für emotionale Situationen für Menschen und passen ihr Verhalten an.

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