Gebäude in Perleberg muss weichen : Eine Bahnhofs-Ära geht zu Ende

Diese Aufnahme stammt aus der Jahre 1935. Es stammt aus der Festschrift „50 Jahre Prignitzer Eisenbahn - 31.Mai 1935“ herausgegeben von der Direktion der Prignitzer Eisenbahn-Aktiengesellschaft zum 31.05.1935.  Repro: Norbert Weise
Diese Aufnahme stammt aus der Jahre 1935. Es stammt aus der Festschrift „50 Jahre Prignitzer Eisenbahn - 31.Mai 1935“ herausgegeben von der Direktion der Prignitzer Eisenbahn-Aktiengesellschaft zum 31.05.1935. Repro: Norbert Weise

Seit 1885 hielten in Rosenhagen Züge, der letzte im Mai 1995 / Jetzt muss das Gebäude Platz machen für moderne Signaltechnik

von
15. September 2017, 05:00 Uhr

Wie bereits angekündigt, sorgt die Bahn weiter für Baustellen. Bahnübergänge müssen an das neue elektronische Stellwerk angepasst werden. Als nächstes wird der Bahnübergang in Rosenhagen vom 25. September bis 15. Dezember voll gesperrt. Die Straße in diesem Bereich wird komplett erneuert, da sie zu schmal ist, erläutert Gisbert Gahler, Regionalbüro Kommunikation Berlin (GNK (B) der Deutsche Bahn AG. Die mechanische Vollschranke wird in diesem Zusammenhang durch eine moderne Anlage ersetzt. Für die Neugestaltung des Übergangs samt Straße muss das alte Bahnhofsgebäude Platz machen.

Damit endet ein Kapitel Bahngeschichte, die mit der Eröffnung der Prignitzer Eisenbahn am 31. Mai 1885 begann. Denn auch Rosenhagen erhielt damals einen Haltepunkt, berichtet Norbert Weise. Intensiv hat sich der ehemalige Eisenbahner mit der Geschichte des Perleberger Bahnhofs beschäftigt. Natürlich weiß er da auch Interessantes über den Rosenhagener zu berichten.

Drei Züge pro Richtung hielten anfangs in Rosenhagen. Bis 1941 war hier kein Eisenbahner für den Verkauf der Fahrausweise und die Gepäckannahme angestellt. Das übernahm ein sogenannter Agent. Zur Erhöhung der Durchlassfähigkeit für Militärtransporte während des 2.Weltkrieges wurde die Strecke Wittenberge - Perleberg - Neustrelitz ausgebaut. Rosenhagen erhielt ein zuglanges weiteres Gleis, so dass sich im Bedarfsfall hier Züge auch begegnen konnten. Zudem wurde für den Straßenverkehr eine Schrankenanlage installiert.

Zum Fahrplanwechsel am 2. Juni 1985 wurde der Halt Rosenhagen zu einem richtigen Bahnhof, besetzt mit einem Fahrdienstleiter. Am 28. Mai 1995 hielt dann der letzte Zug in Rosenhagen. Die Zahl derer, die hier zu- bzw. ausstiegen war einfach zu gering.

Rosenhagen war eisenbahnbetrieblich aber weiterhin ein Bahnhof, da sich dort Züge kreuzen dürfen. Und so ist er bis dato auch mit einem Fahrdienstleiter, der das Stellwerk und die Schranke bedient, besetzt. Das wird sich mit der Baumaßnahme ändern. Der Bahnhof Rosenhagen wie auch die Bahnhöfe Perleberg und Groß Pankow werden dann vom elektronischen Stellwerk in Neuruppin aus ferngesteuert, berichtet Norbert Weise.

Während der Bauzeit wird der überörtliche Verkehr von der B189 n, Abfahrt Spiegelhagen, zur B 5, Ziegelei Kleinow, Groß Gottschow nach Rosenhagen umgeleitet und umgekehrt.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen