Groß Pankow : Einbruchsserie geht weiter

Jürgen Putbrese montierte das Postschild ab – die Filialleistungen für die Groß Pankower und Einwohner der Nachbarorte bleiben aber erhalten.
Jürgen Putbrese montierte das Postschild ab – die Filialleistungen für die Groß Pankower und Einwohner der Nachbarorte bleiben aber erhalten.

Blumen- und Postgeschäft von Monika Putbrese in Groß Pankow war bereits zum achten Mal Ziel von Einbrechern

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18. April 2015, 08:00 Uhr

Monika und Jürgen Putbrese sind Kummer gewohnt: Ihr Blumengeschäft mit Postfiliale in Groß Pankow wurde in der Nacht zu Donnerstag bereits zum insgesamt achten Mal aufgebrochen. Der oder die Täter richteten Sachschaden in unbekannter Höhe an – wirkliche Beute konnten sie nicht machen. „Wir räumen seit längerer Zeit abends das Bargeld sowie Post- und Paketmarken ’raus, lassen den Tresor offen stehen“, erläutern die beiden bei einem Ortstermin mit dem „Prignitzer“. Vor gut einem Jahr ließen unbekannte Täter den fest installierten Tresor, in dem sich Bargeld und Briefmarken befanden, mitgehen, stahlen außerdem Rosen- und Stiefmütterchenpflanzen.

Nach einem „Landschleicher“-Bericht im rbb-Fernsehen vor etwa sechs Jahren geriet das Geschäft der Familie, so vermuten die Putbreses, ins Visier von Einbrechern. „Lockmittel“ war vermutlich das große gelbe Schild, das das Geschäft als Filiale für Post- und Paketdienstleistungen ausweist. Zumindest führen sie das Ereignis aufgrund des nahen zeitlichen Zusammenhangs auf den TV-Bericht zurück. Damals wurde einer der Täter nach geraumer Zeit in Schwerin gefasst. Monika Putbrese sagte als Zeugin im Prozess aus, der gegen den Mann lief. Später gab es erneut Vorfälle in bzw. an ihrem Laden. Einmal wurde eingebrochen, aber nichts mitgenommen, ein anderes Mal der Telefonanschluss draußen herausgerissen, erinnert sich die Geschäftsfrau. Den massiven Übergriff im März 2014 bemerkte offenbar keiner der Anwohner. Auch nicht den Einstieg übers aufgehebelte Fenster in dieser Woche.

Aufgeklärt wurden, bis auf den erwähnten Vorfall, bislang wenig, Täter nicht dingfest gemacht. Putbreses versprechen sich von der besseren Ausleuchtung des Areals vor ihrem Laden ein wenig mehr Sicherheit bzw. Abschreckung für Übeltäter. Aus Sparsamkeitsgründen sind Straßenlaternen im Ort nachts für eine bestimmte Zeit ausgeschaltet. Über die Wiederinbetriebnahme der Lampe vor dem Geschäft werde beratschlagt, informierte gestern Ordnungsamtsleiter Karsten Lehmann auf Nachfrage des „Prignitzers“. Eine teure Alarmanlage oder massive Gitter vor Fenstern und Türen, so Jürgen Putbrese, kämen indes nicht in Frage. Ebenso wenig, wie die Postdienstleistungen herauszunehmen. „Diesen Service würden wir für Groß Pankow und Umgebung schon gern weiterhin anbieten“, bekräftigt Putbrese.  

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