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Einzelhandel Bad Wilsnack : Ein zweiter Supermarkt für die Kurstadt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Planungsverfahren für Fläche am Kurmittelhaus / Eigentümer reißt alte Molkerei ab

Mit dem Abriss der alten Molkerei in der Bad Wilsnacker Bahnstraße wurden auch Gerüchte laut, ein zweiter Supermarkt wolle sich in der Kurstadt ansiedeln. „Auf dem Gelände der Molkerei wird das allerdings nicht passieren“, sagte Bürgermeister Dietrich Gappa auf Nachfrage unserer Zeitung. „Die Situation ist hier so, dass der Abriss auf Initiative des privaten Eigentümers der Flächen, einem Enkel der ehemaligen Molkereibesitzer, geschieht. Wir stehen bezüglich einer künftigen Nutzung der Fläche im Dialog.“

Wünschenswert, so Gappa, sei eine Bebauung mit altersgerechtem Wohnraum, da Bad Wilsnack als Kurstadt bei älteren Bewohnern beliebt sei, es aber über das Seniorenzentrum der Awo in der Legder Chaussee hinaus kaum entsprechende Angebote gebe.

Auf einen zweiten Supermarkt können die Bad Wilsnacker dennoch hoffen. „Es gibt konkrete Planungen, einen Markt auf dem Areal der alten Gütergleise gegenüber des Kurmittelhauses zu errichten“, bestätigte Gappa andere Gerüchte. Derzeit sei die Verwaltung damit beschäftigt, einen entsprechenden Bebauungsplan für das Gelände zu erstellen. Auch die kreisliche Baubehörde stehe dem Vorhaben wohlwollend gegenüber, bestätigt der Bürgermeister. Sofern im Verfahren keine Verzögerungen auftreten oder Einwände geltend gemacht würden, könne der Markt Ende des Jahres stehen.

Bereits Mitte 2010 schien der Bau eines Marktes sicher. Eine Investor stand bereit, von der Netto-Kette gab es eine Bauzusage, mit der Wittenberger Straße 31 einen geeigneten Standort. Die Stadtverordneten nickten ab, doch dann geriet das Projekt in eine Sackgasse.

Das Grundstück gehört nur zum Teil der Stadt: der vordere mit einem leer stehenden Wohnhaus ist städtisch, das direkt dahinter liegende ist im Besitz einer Erbengemeinschaft. Die wollte aber nicht verkaufen. Auch das Haus gehörte einst dieser Familie, die einen Abriss verhindern wollte. Die Erbengemeinschaft schaltet die obere Denkmalbehörde ein. Am Ende wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt, und der Bau des Einkaufsmarktes platzte schließlich.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 22:00 Uhr

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