Ein Zaun sichert Brandruine

Mittelfristig wird der Wohnblock abgerissen. Bis dahin soll ein Zaun den Zugang zu dem Grundstück verwehren.
Mittelfristig wird der Wohnblock abgerissen. Bis dahin soll ein Zaun den Zugang zu dem Grundstück verwehren.

Eigentümer lässt gesamtes Grundstück einschließlich der darüber verlaufenden Straße absperren / Mittelfristig wird Wohnblock abgerissen

svz.de von
05. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Die Brandruine Finkenberg 14 in Lenzen wird gesichert und abgesperrt, informiert Rudolf Eden, Geschäftsführer der Elbländischen Wohnungsgesellschaft mbH. Ein Bagger hat bereits mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. „Um das gesamte Grundstück herum werde ich einen Zaun errichten“, sagt Eden. „Damit geht von dem Haus keine Gefährdung mehr aus, das Grundstück ist abgesichert und ein öffentlicher Durchgang nicht mehr möglich“, so Eden.

Damit reagiert er auf kritische Äußerungen in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Bürger und Abgeordnete hatten ihm Tatenlosigkeit vorgeworfen und behauptet, das stark zerstörte Gebäude sei eine öffentliche Gefahr. Das sieht Rudolf Eden anders, denn kein Weg führe so nah am Gebäude vorbei, dass Passanten durch herabfallende Teile bedroht seien. Er sei nach dem Brand Mitte August auch nicht tatenlos geblieben. „Gutachten mussten erstellt werden, die Versicherung den Fall bearbeiten. Zuvor darf nichts am Gebäude verändert werden“, nennt Eden Gründe für die lange Zeitschiene.

Das rund 3400 Quadratmeter große Grundstück sei im Besitz der Elbländischen Wohnungsgesellschaft. „Auch die Straße neben dem Norma gehört zu diesem Grundstück und wird ebenfalls mit eingezäunt“, sagt Eden. Damit könne sie in Kürze nicht mehr von Fußgängern oder Kraftfahrern genutzt werden, für die der Weg eine kurze Verbindung ins benachbarte Wohngebiet war. Mit dem Eigentümer eines angrenzenden privaten Grundstückes wolle er sich separat über eine Zuwegung verständigen.

Ein Feuer hatte das seit 2006 leer stehende Gebäude endgültig zerstört. Mittelfristig soll es abgerissen werden. Geplant hatte Rudolf Eden hier einst betreutes Wohnen anzubieten, denn der Wohnblock stammt aus dem Jahr 1990, hatte noch eine gute Bausubstanz. Platz für 16 Wohnungen wäre gewesen. Aber das Interesse an dem Wohnprojekt blieb gering, es ließ sich nicht verwirklichen, erklärt Eden.

Als Brandursache hatte die Polizei Brandstiftung ermittelt. Wenige Tage zuvor hatte das ebenfalls Eden gehörende Chausseehaus bei Mödlich gebrannt. Ursache sei laut Polizei ebenfalls Brandstiftung gewesen. „Das Chausseehaus möchte ich wieder aufbauen, die Alleinlage macht es interessant“, kündigt Rudolf Eden an. Dabei würde er es am liebsten ein Stück landeinwärts weg von der Straße versetzen. Dazu soll es Gespräche mit der Baubehörde geben, um diese Möglichkeit rechtlich abzuklären.


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