Proben in Lenzen : Ein Wochenende für den Wohlklang

Hermann Harders und August Pietrusky üben am Klavier die Nebelsonate.
Hermann Harders und August Pietrusky üben am Klavier die Nebelsonate.

Die besten jungen Künstler der Musikschulen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin übten für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“

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20. November 2017, 05:00 Uhr

Viele Proben und ein Konzert, so lässt sich das dreitägige Übungslager im Haus Lenzen beschreiben, das rund 30 Mädchen und Jungen aus den Kreismusikschulen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz vom Freitag bis zum Sonntag absolvierten. Klänge von Klavieren, Flöten, Cellos und Kontrabässen durchfluteten die Räume.

Mit diesem anspruchsvollen Programm bereiteten sich die Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 17 Jahren auf den Regionalwettbewerb West von „Jugend musiziert“ am 19. und 20. Januar in Rathenow vor. Fast alle Kursteilnehmer werden daran teilnehmen, nur wenige Flötenspieler übten schon mit ihren Duo-Partnern für den Wettbewerb 2019, wenn die jungen Künstler gemeinsam das Instrument beherrschen sollen. Für den aktuellen Wettbewerb wurden nur Solovorträge ausgelobt.

Für viele Mädchen und Jungen war der Kurs nicht neu. „Wir hatten noch nie so viele Schüler dabei, die schon über Erfahrungen mit dem Wettbewerb Jugend musiziert verfügen“, sagte Alexander Girsch, Leiter der Kreismusikschule Prignitz.

Üben, Üben, üben, so vergingen die drei Tage für die Talente und auch ihre Instrumentallehrer waren im Dauereinsatz. Unterrichtsstunden wechselten sich beim Nachwuchs mit Selbststudium ab, es gab ein „straffes Programm“. Dabei setzten beide Musikschulen, die vom Förderverein finanzielle Unterstützung erhielten, neue Impulse. Musikschüler wurden nicht nur von ihren ständigen Lehrern unterrichtet, für einige Stunden wechselten sie auch zu anderen Pädagogen, um neue Impulse zu erhalten, erläuterte Andrea Westphal.

Zeitweise fanden sich die Kinder und Jugendlichen sogar in der Rolle von Musikpädagogen und Jurymitgliedern wieder. Sie sollten beurteilen, wie andere Schüler auftraten, ihre Präsenz beim Musizieren und die Spielhaltung war, wie die Stücke klangen, so Axel Gliesche. Neben Anstößen für die so Bewerteten zielte diese Übung auch darauf ab, Rückschlüsse auf das eigene Auftreten und Spiel zu ziehen.

Das Übungswochenende mit dem abschließenden Konzert sei ein Signal an die Kinder und Jugendlichen, dass die direkte Vorbereitung auf den Regionalwettbewerb begonnen habe, betonte Annette Frisch.

Das Abschlusskonzert am Sonntagnachmittag bot den jungen Künstlern die Möglichkeit, Familienangehörigen zu zeigen, was sie in den vergangenen Wochen und Monaten, speziell aber am Wochenende gelernt und wie sie sich musikalisch weiterentwickelt haben. Auch wenn aus Zeitgründen nur kleine Ausschnitte aus den Übungs- und Wettbewerbsprogrammen erklingen konnten.

Auch ein Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern und eine Berliner Schülerin, deren Flötenlehrerin einst ihr Können bei Annette Frisch in der Kreismusikschule erwarb, waren im Haus Lenzen dabei. Vielleicht wurde damit der Grundstein für eine neue Kooperation gelegt. Die Naturwacht sorgte mit Ausflügen in die Elbelandschaft für Abwechslung.

In den nächsten Wochen wird weiter geübt, gibt es Konzerte zur Weihnachtszeit beispielsweise am 16. Dezember um 15 Uhr in der Musikschule Wittenberge und weitere Auftritte in den beiden Wochen vor dem Regionalfinale.

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