zur Navigation springen
Der Prignitzer

22. September 2017 | 19:10 Uhr

Hafenkräne : Ein Stück Historie auf Reisen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Raupendrehkräne werden im Blaulichtmuseum in Beuster ihr zweites Leben beginnen

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Für die beiden Raupendrehkräne aus dem alten Stadthafen in der Bad Wilsnacker Straße beginnt ein zweites Leben. Statt Verschrottung, weil sie ausgedient haben, begann am Wochenende ihre Reise in das neue Dasein. Mitglieder aus dem Verein, der im altmärkischen Beuster das Blaulichtmuseum betreibt – allen voran Vereinschef Ralf von Hagen – haben mit dem Umsetzen der Umschlagstechnik auf die andere Elbseite begonnen. „Ein schwieriges Unterfangen“, sagt von Hagen. „Denn wir müssen die Kräne soweit auseinander bauen, bis sie transportfähig sind.“ In der Praxis bedeutete das am vergangenen Wochenende einen extra Einsatz mit schwerer Technik. Der Blaulichtverein rückte mit eigener mobiler Krantechnik an. Der Transportunternehmer Stoll spendierte den Transport. Die Männer demontierten von den Raupendrehkränen die beiden Ausleger und sowie die Greifer – 1,6 bzw. 1,3 Tonnen schwer. Verladen auf einen Transporter ging es damit Richtung Beuster.

Die Raupenkräne selbst stehen noch im alten Stadthafen. „Sie wiegen jeweils um die 30 Tonnen. Bis wir sie in Beuster haben, wird es noch dauern“, antwortet von Hagen zurückhaltend auf die Frage, wann die gesamte Technik im Blaulichtmuseum sein wird. Um die Kräne selbst nach Beuster zu bringen, wird der Verein Tieflader benötigen. So ein Transport will von den Ehrenamtlern erst einmal organisiert und auch bezahlt sein. „Es ist eine Hausnummer, die wir als Verein da übernehmen, und alles andere als einfach“, so der Museumschef.

In Beuster soll die Hafenumschlagstechnik dann soweit instand gesetzt werden, dass sie auch in Aktion erlebt werden kann. Von Hagen, er ist von Hause aus Diplomingenieur für Biomedizintechnik, erklärt technische Details zu den Raupendrehkränen: „Man kann sie elektrisch betreiben. Sie verfügen aber auch über ein Dieselaggregat, das den Strom für den Antrieb erzeugen kann.“ Blaulicht und Signalhörner sucht man bei dem geplanten Neuzuwachs im Museum vergeblich.

„Trotzdem passen die Kräne in unser Museum“, sagt von Hagen. „Blaulicht ist der Oberbegriff. Wir verstehen uns aber auch als Technikmuseum, zeigen beispielsweise auch alte Landtechnik, kurz alles, was Besucher anspricht und in seiner Funktionalität interessiert.“



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen