Badegewässer Prignitz : Ein Sprung ins kühle Nass

Die Sommerbadesaison ist eröffnet: Acht Badegewässer sowie vier Beckenfreibäder werden vom Gesundheitsamt Prignitz kontrolliert

von
12. Juni 2015, 12:00 Uhr

Es ist Sommer! Die Sonne scheint, Temperaturen von über 25 Grad im Schatten und überall sind Menschen mit kurzen Hosen und T-Shirts zu sehen. Doch wo kann man sich in der Prignitz überhaupt abkühlen?

Siebe offizielle Badegewässer gibt es im Landkreis. Dazu zählen der Rudower See in Lenzen, der Baggersee in Breese, das Schulbrack Cumlosen, der Naturbadeteich Groß Woltersdorf, der Karpfenteich in Groß Pankow, das Flachspeicherbecken Preddöhl sowie der Friedensteich in Wittenberge.


Badegewässerkontrolle alle vier Wochen


Diese Gewässer werden alle vier Wochen von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes besichtigt, Messungen durchgeführt und Wasserproben entnommen. Auch die Beckenfreibäder in Pritzwalk, Karstädt, Perleberg sowie in Putlitz werden entsprechend diesem Rhythmus untersucht, der Chlorgehalt und pH-Wert kontrolliert.

„Die Badesaison läuft bis zum 15. September“, sagt Jan Waldmann, verantwortlicher Gesundheitsaufseher des Landkreises. Bis zu diesem Tag werden vor allem die Sichttiefe und die Algenentwicklung im Blick behalten. „Wenn die Sicht auf den Grund des Gewässers nicht gegeben ist, dann ist das Unfallrisiko sehr groß“, so Waldmann. Er rät jedem Badegast nicht schwimmen zu gehen, wenn die eigenen Füße im knietiefen Wasser schon nicht mehr sichtbar sind. „Steine oder Äste, die am Grund liegen, sind dann kaum erkennbar und können zu Verletzungen führen.“ Auch bei erhöhter Algenentwicklung sei die Gefahr groß, bei einem Badeunfall von Rettungskräften nicht gefunden zu werden. „Diese Faustregeln gelten vor allem für die inoffiziellen Badegewässer. Wenn wir an den offiziellen Badestellen feststellen, dass eine Gefahr besteht, dann werden diese Orte für Besucher gesperrt“, erklärt Waldmann.

Als Beispiele führt der Gesundheitsaufseher den Sadenbecker Stausee an, der 2012 aufgrund von starken Blaualgenbefalls gesperrt werden musste und auch nicht mehr vom Gesundheitsamt kontrolliert wird. Mit dem Algenwuchs hatte auch das Flachspeicherbecken in Preddöhl 2011 zu kämpfen. Auch hier musste das Gesundheitsamt eingreifen und ein Badeverbot aussprechen.

„Wenn wir ein Badegewässer sperren müssen, dann werden wir das öffentlich machen, sowohl auf der Homepage des Landkreises als auch in der Zeitung“, versichert Jan Waldmann.

Da die Saison erst gestartet ist, könne jetzt noch nicht viel über die Badequalität gesagt werden. „Der Rudower See in Lenzen hat in den letzten Jahren immer bessere Wasserwerte erreicht“, so Waldmann und führt fort, dass der Friedensteich in Wittenberge erfahrungsgemäß die besten Wasserwerte habe. Doch auch die Freibäder und Hallenbäder können zur Abkühlung genutzt werden. „Beispielsweise bieten die Freibäder in Perleberg und Karstädt gute Alternativen zu den Badegewässern“, so Waldmann.


Badegewässerprofile nicht für die Prignitz


Das Land Brandenburg hat auf der Internetseite die Badestellen aus den Kreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes aufgelistet sowie Badegewässerprofile erstellt. In diesen werden auf die Kriterien Wassersport, Liegewiesen, Strandbeschaffenheit, die Parkplatzsituation vor Ort, das gastronomische Angebot sowie Spielplatz und Grillplätze eingegangen und die Gewässer der jeweiligen Region bewertet. „Für die Prignitz können diese Profile nicht erstellt werden, weil wir bestimmte Anforderungen wie die Nutzeranzahl oder die überregionale Bedeutung der einzelnen Gewässer nicht erfüllen“, erklärt Waldmann.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen