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90 Jahre Feuerwehr in Rühstädt : Ein schweres Geburtstagsgeschenk

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuerwehr Rühstädt bekommt zum 90. ein neues Einsatzfahrzeug und viele Glückwünsche von anderen Blauröcken

von
erstellt am 25.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Dieses Präsent kann so schnell nicht übersehen werden: Anlässlich des 90. Geburtstags der Freiwilligen Feuerwehr Rühstädt sowie des zehnten Geburtstags der aktiven Jugendwehr erhielten die Blauröcke am Sonnabend ein neues (gebrauchtes) Löschfahrzeug.

Der Ziegler MAN VW 8.150 hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und bietet Platz für bis zu neun Personen. „Bisher hatten wir ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Platz für drei Kameraden. Zum Glück konnten wir den Gemeindebus mit nutzen“, schilderte Ortswehrführer Ronald Müller in seiner Rede. Ein weiterer großer Vorteil: Die dreiteilige Schiebleiter kann nun transportiert werden. Das war mit dem kleinen Tragkraftspritzenfahrzeug bisher nicht möglich, da es dann überladen gewesen wäre. Die Leiter wird für das Nabu-Gebäude und die Hotels als Rettungsweg benötigt. „Wir versprechen uns eine deutliche Steigerung der Einsatzleistung der Feuerwehr und gehen von nur geringem Reparaturaufkommen aus“, sagte der stellvertretende Amtsbrandmeister Tosten Blüthmann dem „Prignitzer“.

Er hatte das Auto im Internet bei einem Hamburger Händler gefunden. Laut Blüthmann hätte der Einbau einer weiteren Sitzreihe in den kleineren Sprinter etwa 5000 Euro gekostet. Rund 13 000 Euro kostete das neue Auto. Der Preis fiel aber geringer aus, da das alte Fahrzeug in Zahlung genommen wurde. Das Amt Bad Wilsnack/Weisen und die Gemeinde Rühstädt finanzierten den Kauf, wofür sich Ronald Müller bedankte. Alle Wehren des Amtes waren zum Gratulieren gekommen, ebenso die Amtsleitung mit Torsten Jacob und Gerald Neu sowie Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands.

Ronald Müller berichtete in seiner Ansprache von der Gründung der Wehr am 21. Juli 1926. „Damals wurde vereinbart, drei Jahre lang aktiven Dienst zu leisten.“ Aus den drei Jahren wurden nun 90. Müller erinnerte an einige besondere Einsätze, darunter die Scheunenbrände der Jahre 1926, 1987 und 1998. „In zwei Fällen handelte es sich um Brandstiftung“, so Müller. Auch die Hochwassereinsätze erwähnte er und sprach von der „Schlacht im Rühstädter Bogen“ im Jahr 2006, als drei Millionen Sandsäcke gefüllt wurden. Mit 17 Jugendlichen stehe die Nachwuchsarbeit der Wehr gut da. Das war kurz nach der Wende nicht der Fall. „Es gab wenige Kinder bei uns, sie gingen nach Bälow in die Jugendwehr.“ Besonders geehrt wurde der 86-jährige August Wilhelm Stettin, der seit 71 Jahren zu den Blauröcken gehört. Damit ist er aber noch nicht der älteste Kamerad. Das ist Willi Fromm aus Gnevsdorf, der seit 74 Jahren dabei ist. Er konnte an der Feier nicht teilnehmen. 

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