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Anradeln in der Prignitz : Ein Refugium, nicht nur für Radler

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schönhagener Mühle bei Pritzwalk startet in die dritte Saison / Kooperation mit Muggerkuhl / Pedalritter werden hier umsorgt

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Für Radfahrer, Genießer, Ruhesuchende, Naturliebhaber – für all diese Menschen, und vermutlich auch noch einige mehr, ist die Schönhagener Mühle (Stadt Pritzwalk) ein Refugium. Inhaber Thomas Krummsdorf steht mit seinem kleinen Team kurz vor der Eröffnung der dritten Saison. Hofladen und Bistro starten ab 30. April mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Bis Anfang Oktober findet sich dann hier, am Rande der Dömnitzstadt, nicht nur radfahrendes Publikum ein, sondern auch Gäste, die die besondere Kulinarik des Hauses probieren möchten.

Das Haus, das direkt an der „Tour Brandenburg“ liegt und durch diese überregionale Radroute mit zahlreichen weiteren Strecken verknüpft ist, ist voll auf Radler eingestellt, was Unterbringung und spezielle Service-Leistungen angeht. „Unsere Richtschnur sind die bett&bike-Kriterien des ADFC, obgleich wir nicht zu den ADFC-zertifizierten Beherbergern gehören“, so Krummsdorf. Das Mühlen-Team vermietet auch Räder und es wartet in dieser Saison zudem mit einem Novum auf: „Wir haben uns mit der Rumpelscheune Muggerkuhl zusammengetan, bieten in Kooperation Pakete zu Konzertterminen in Muggerkuhl an. Zu ausgewählten Events können Musikinteressierte von uns zur Rumpelscheune radeln, zirka 25 Kilometer, wir holen Gäste und Fahrräder dann mit unserem hauseigenen Shuttle zurück nach Schönhagen, wo sie nächtigen und verpflegt werden“, erzählt der gebürtige Leipziger.

Er übernahm die Immobilie 2006, nachdem er einige Zeit nach einem für ihn günstigen Firmenstandort – damals befand er sich in Stralsund – zwischen Hamburg und Berlin gesucht hatte. Die Mühle in Schönhagen war dabei zunächst nicht in der engeren Wahl. „Das war Objekt Nummer 66, wenn ich mich recht erinnere“, erzählt Krummsdorf schmunzelnd.

Der ausgebildete Gartenbauingenieur Thomas Krumsdorf betreibt ein Bauwerksbegrünungsunternehmen, ist mit diesem Engagement deutschlandweit tätig, vorrangig jedoch in den Metropolregionen Berlin und Hamburg. Zum gastronomischen Standbein kam er ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde: „Ich bin weder gelernter Koch noch Händler. Die Kulinarik ist für mich ein Hobby, das für die Schönhagener Mühle zu einem Standbein wurde“, berichtet der 54-Jährige. Die Idee, einen Teil des Mühlengebäudes als Pension, Lokal und Hofladen zu nutzen, sei allerdings von Beginn an da gewesen – die Realisierung erfolgte dann Stück für Stück.

Was das kulinarische Programm anbelangt, legt Krummsdorf auf die Herkunft von Lebensmitteln, speziell auch Fleisch, besonderen Wert. Steaks z. B. kommen aus symbiotischer Landwirtschaft, von den Hermannsdorfer Landwerkstätten … „für Kunden, die sich darauf einlassen. Das hat natürlich seinen Preis“, sagt der Mühlenbesitzer.

Beim Anradeln, dessen Zielort am kommenden Sonnabend Pritzwalk sein wird, stecken die Schönhagener in den letzten Saisonvorbereitungen, sind aber mit Info-Flyern in der Pritzwalker Innenstadt am Stand von „Prignitzer Reisewelt“ und „Sportbunt“ vertreten. 

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