Ein Päcken voller Freude

Organisatorin Evelin Heider (vorn) und Petra Guse vom Sani Service Ring in der Bahnstraße 76 mit Geschenken für die Aktion.Lars reinhold
Organisatorin Evelin Heider (vorn) und Petra Guse vom Sani Service Ring in der Bahnstraße 76 mit Geschenken für die Aktion.Lars reinhold

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12. November 2010, 06:30 Uhr

Wittenberge | Im Gästezimmer von Evelin und Jürgen Heider stapeln sich kleine Weihnachtspäckchen zu hohen Türmen. "Rund 130 sind inzwischen abgegeben worden, aber erfahrungsgemäß kommt kurz vor Schluss nochmal ein Schwung", berichtet Evelin Heider. Seit 2009 ist sie eine offizielle Annahmestelle für die Aktion "Geschenke der Hoffnung - Weihnachten im Schuhkarton", die an arme Kinder auf der ganzen Welt zu Weihnachten Geschenke, meist verpackt in Schuhkartons, verteilt.

"Vor gut zehn Jahren habe ich über Verwandte von der Aktion erfahren und selbst eifrig Päckchen zusammengestellt" berichtet die 38-Jährige ihren Weg zum Projekt. "Später sammelte ich hier vor allem in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Geschenke ein und transportierte sie zur damals nächstgelegenen Annahmestelle in Wittstock."

Doch war für Evelin Heider schnell klar: "Wenn die Kinder größer sind, nehme ich selbst Pakete an." Zur Unterstützung holte sie sich den Sani Service Ring in der Wittenberger Bahnstraße 76 und das Autohaus Neumann in Perleberg, Hamburger Straße 39, mit ins Boot. "Da können alle, die die Aktion unterstützen wollen, noch bis Montag ihre Päckchen zu den Öffnungszeiten abgeben", so Evelin Heider.

Die Fantasie beim Füllen der Pakete ist übrigens allein durch die Zollbestimmungen der Empfängerländer begrenzt. "Wir empfehlen Kleidungsstücke wie Pullover, Mützen, T-Shirts oder Socken, Spiel- und Schulsachen sowie Süßigkeiten", erklärt Heider. Auch Vollmilchschokolade oder Lutscher sind begehrt, Gummibärchen dürfen allerdings nicht dabei sein, werden vom Zoll wegen der Gelatine und BSE-Gefahr nicht toleriert. Die genauen Bestimmungen sind im Internet und auf den Flyern zu finden. Und Bitte die Kartons nicht zubinden oder zukleben, wir müssen alle vor dem Versand kontrollieren."

Seien Artikel eingepackt worden, die der Zoll beanstanden könnte, würden diese der Tafel oder anderen gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt, so Heider.

Zwar laufe die Aktion weltweit, die Pakete aus Deutschland gingen aber wegen der räumlichen Nähe überwiegend in Ostblockstaaten. "In ein paar Jahren", hofft Evelin Heider, "werde ich bestimmt selbst einmal beim Verteilen der Päckchen vor Ort dabei sein."

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