Nabu-Besucherzentrum Rühstädt : Ein Öffnungstag weniger?

Volles Haus oder besser gesagt: voller Innenhof. Das Besucherzentrum Rühstädt war in den vergangenen Jahren stets auch ein beliebter Veranstaltungsort wie zur „Langen Nacht vom guten Essen“ 2012. Für 2016 sehen die Vorzeichen momentan etwas anders aus.
Volles Haus oder besser gesagt: voller Innenhof. Das Besucherzentrum Rühstädt war in den vergangenen Jahren stets auch ein beliebter Veranstaltungsort wie zur „Langen Nacht vom guten Essen“ 2012. Für 2016 sehen die Vorzeichen momentan etwas anders aus.

Besucherzentrum in Rühstädt kann künftig nicht mehr von Naturwacht mitbetreut werden / Nabu seinerseits sucht Mitarbeiter

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18. Januar 2016, 22:00 Uhr

Vorgaben aus Förderrichtlinien sind die Ursache dafür, dass Mitarbeiter der Naturwacht in Rühstädt seit dem 1. Januar dieses Jahres das dortige Besucherzentrum nicht mehr mitbetreuen können. Das bestätigt auf Nachfrage des „Prignitzers“ Manfred Lütkepohl, Leiter der Naturwacht Brandenburg.

Auswirkungen dieser Regelung und des derzeitigen Personalengpasses beim Nabu – seit Jahren Träger des Besucherzentrums – sind momentan noch nicht nach außen zu spüren. Allerdings könnte es sein, dass der populäre Anlaufpunkt mit seiner Dauerausstellung zum Weißstorch ab dem Saisonbeginn 2016 nicht mehr an allen Tagen in der Woche besetzt wäre. Als Schließtag sei der Montag im Gespräch, so Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Nabu Brandenburg, gegenüber unserer Redaktion.

Nicht besetzt ist seit rund einem Dreivierteljahr die Leiterposition. Sie wird derzeit kommissarisch von Renate Heider mitbetreut. Auch eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst sei frei. Darüber hinaus dürften sich jederzeit gern Praktikanten für eine Mitarbeit bewerben, so Christiane Schröder – die allerdings auch Positives verkünden kann: „Die Grundfinanzierung für das Besucherzentrum im Storchendorf ist für die nächsten drei Jahre gesichert.“ Generell schätzt sie die Zusammenarbeit im Domizil von Nabu, Naturwacht und Verwaltung des Biosphärenreservats als gut ein. Was die gemeinsame Betreuung des Besucherzentrums durch Nabu und Naturwacht anbelangt, sei es eine „Win-win-Situation“ gewesen, die sich 20 Jahre lang super bewährt hätte. Auch die Naturwacht hatte Räumlichkeiten in dem Haus in Rühstädt mit temporären Ausstellungen bereichert. Gegenseitig wurde die Betreuung der Ausstellungen abgesichert. Während der Hauptsaison war die – hauptsächlich durch Touristen und Naturliebhaber – stark frequentierte Adresse quasi rund um die Uhr geöffnet.

Nicht betroffen, so Manfred Lütkepohl, seien naturkundliche Führungen. „Das werden wir weiterhin gemeinsam mit dem Nabu anbieten“, informiert der Brandenburger Naturwacht-Chef. Zudem werde man sich natürlich auch künftig partnerschaftlich vor Ort engagieren. Allerdings müsse sich seine vom Land geförderte Organisation aus dem Betrieb der Besucherinformationszentren in Großschutzgebieten aus formell-förderrechtlichen Gründen herausziehen, versucht Lütkepohl zu erläutern. „Die Doppelförderung soll vermieden werden.“

Christiane Schröder geht davon aus, dass man die vakanten Positionen bis zum Saisonstart besetzt haben werde. Wie die konkreten Öffnungszeiten dann aussehen, könne man jetzt noch nicht sagen. Fest stehe aber auch: „Wir werden 2016 als Besucherzentrum in Rühstädt 20 Jahre alt. Das möchten wir gern gebührend begehen.“

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