zur Navigation springen

Perleberg : Ein letztes Konzert der Musikschulabsolventen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auftritt in der Jakobi-Kirche als Dank an Lehrer und Publikum – Spenden für neue Glocken gesammelt

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Mit einem Abschlusskonzert haben sich die Absolventen der Prignitzer Kreismusikschule am Samstag von ihren Lehrern und Mitschülern verabschiedet. Gemeinsam mit Ehemaligen und Pädagogen gestalteten sie in der landesweiten Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ einen mit viel Beifall aufgenommenen musikalischen Abend in der St. Jakobi-Kirche Perleberg. Unter der musikalischen Leitung von Axel Gliesch und Andrea Westphal erklangen Melodien von Antonio Vivaldi bis Dmitri Schostakowitsch.

Die jungen Künstler zeigten solistisch, mit Klavierbegleitung, in kammermusikalischen Formaten und als Orchester, was sie in den vergangenen Jahren an der Musikschule gelernt haben. Das Konzert war auch ein Dank an die Musikschule, deren Lehrer, an Eltern und Publikum für die langjährige Unterstützung bei der Ausbildung und viele Zusatzstunden bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ und Auftritte. Das letzte Konzert als Musikschüler muss aber kein Abschied für immer sein, wie die Mitwirkung mehrerer Ehemaliger an dem eindrucksvollen Abend zeigte.

Das Konzert bildete zugleich den Abschluss der diesjährigen Gemeinschaftsaktion von Musikschule und Kirchen in der Prignitz. An dem Abend wurde um Spenden für die Anschaffung von neuen Bronzeglocken für den Turm der Jakobi-Kirche gebeten. Die fünf Bronzeglocken waren am 27. November 1916 einem Brand des Kirchturms zum Opfer gefallen, der auch die Turmspitze zerstörte. Die Kirchengemeinde ersetzte damals das Geläut durch Stahlgussglocken. Diese sind mittlerweile in die Jahre gekommen und müssen ersetzt werden.

Das neue Geläut soll den Abschluss der Restaurierung des Kirchturmes bilden, bei dem auch Glockenstuhl und Turmaufgang erneuert werden müssen. Das Vorhaben der Perleberger Kirchengemeinde wird vom Förderverein Turmspitze unterstützt.

Die Gesamtkosten ohne Kirchturmspitze werden auf mindestens 350 000 Euro geschätzt, ein entsprechendes Projekt liegt vor. Kirchengemeinde und Förderverein wollten die erste Glocke in diesem Jahr anlässlich des Reformationsjubiläums installieren. Mit ihren Spenden leisteten die Konzertbesucher am Sonnabend einen kleinen Beitrag, das Projekt umzusetzen.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen