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Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 18:40 Uhr

Badewelt : Ein Kraftzwerg für die Badewelt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Blockheizkraftwerk versorgt die Schwimmhalle bald mit Energie. Investition von 205 000 Euro

von
erstellt am 25.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Die neueste Errungenschaft der Prignitzer Badewelt steht in einem unscheinbaren Kellerraum: Das Blockheizkraftwerk (BHKW). Anfang vergangener Woche wurde es geliefert, nun wird die neue Energiequelle in das System eingepasst. „Das Herzstück ist die Steuerung. Sie regelt alles“, sagt Uwe Neumann, Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb. Um diese Anpassung vornehmen zu können, muss die Badewelt vom 4. bis 22. September geschlossen werden. „Wir haben in dieser Phase kein Warmwasser“, begründet Christian Maasch, Geschäftsführer der Bäder GmbH, die Pause. Voraussichtlich ab dem 23. September ist die Einrichtung wieder geöffnet.

205 000 Euro kostete das BHKW, das nun das Heiz- und Energiesystem der Badewelt maßgeblich mitbestimmt. Sowohl die Hälfte des Wärme- als auch die Hälfte des Strombedarfs wird durch das Blockheizkraftwerk gedeckt. „Das kann man gar nicht glauben, wenn man dieses doch recht kleine Ding sieht. Wir freuen uns sehr, dass das geklappt hat“, sagt Christian Maasch. Der Vorteil des Kraftzwergs: Die Abnahmemenge verringert sich um die Hälfte. Diese finanzielle Einsparung soll dem Stadthaushalt zugute kommen. Den fehlenden Teil der benötigten Wärme und Energie liefern weiter die Stadtwerke. So geht dem Unternehmen, an dem die Kommune mit 51 Prozent beteiligt ist, die Badewelt als wichtiger Kunde nicht völlig verloren. Schließlich sorgt ein Teil der Gewinnausschüttung der Stadtwerke auch für den Erhalt der Schwimmhalle. „Noch dazu benötigen wir nun Gas von den Stadtwerken. Denn dadurch wird das BHKW betrieben“, so Maasch. Eine neue Gasleitung wurde bereits innerhalb kürzester Zeit in der vergangenen Woche unterirdisch verlegt. Dennoch verdient der örtliche Energieversorger künftig unter dem Strich weniger an der Schwimmhalle. Bauamtsleiter Martin Hahn sagte kürzlich dem „Prignitzer“ zu diesem Thema: „Die Einsparungen liegen höher als der Verlust an Gewinnen, damit die Gewinnbeteiligung.“ In drei Jahren soll sich der Anschaffungspreis, der aus dem Stadthaushalt finanziert wird, amortisiert haben, blickt Uwe Neumann voraus. Das BHKW wird rund um die Uhr laufen, im Schadensfall übernimmt das bestehende Energiesystem, so dass die Kunden von dem Ausfall nichts bemerken. Die Zeit, in der die Badewelt geschlossen ist, wird auch dafür genutzt, die Becken zu reinigen. „Dafür lassen wir das Wasser ab. Und dann brauchen wir vier bis fünf Tage, um die Becken wieder zu erwärmen“, schildert Christian Maasch.  

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