Weltblutspendetag : Ein kleiner Piks kann Leben retten

Anlässlich des Weltblutspendetags am Sonntag wird es heute von 10 bis 13 Uhr einen Sondertermin zum Blutspenden in Stepenitz geben

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13. Juni 2015, 08:00 Uhr

„Blut rettet Leben“, sagt Thomas Kinne, Transfusionsverantwortlicher Oberarzt im Kreiskrankenhaus Prignitz und fügt hinzu, dass dafür nur wenig Aufwand nötig ist. Ein kleiner Piks und schon könnte Schwerkranken und Verletzten geholfen werden: Anlässlich des Weltblutspendetages am Sonntag führt der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost heute von 10 bis 13 Uhr in Stepenitz in den Räumen des SG Aufbau Stepenitz, Lindenstraße 97, einen Sonderblutspendetermin durch. Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder des Sportvereins.

Laut DRK kann jeder Blut spenden, der 18 bis 72 Jahre alt und gesund ist. Erstspender sollten jedoch ein Alter von 65 nicht überschreiten.

Der gespendete Lebenssaft wird anschließend im Labor auf die Blutgruppe, Antikörper und Infektionen getestet und in Konserven aufbereitet. Danach werden den Kliniken in der Region Depots bereitgestellt, erklärt Kerstin Schweiger, Pressesprecherin vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.


DRK plant 2015 mit 6500 Blutspenden


Pro Jahr werden im Kreiskrankenhaus in Perleberg zwischen 1800 und 2000 Blutkonserven benötigt, sagt Oberarzt Kinne. Vor allem an Feiertagen und in der Urlaubszeit werde die Zahl der Blutkonserven jedoch knapp, erklärt dazu auch die Pressesprecherin des Kreiskrankenhauses Prignitz, Jacqueline Braun, und führt fort, dass es einfach nie genug Spender geben kann.

Doch die Zahl derer, die erstmalig ihr Blut spenden, ist seit etwa zwei Jahren rückläufig, berichtet Schweiger vom DRK. „Das hängt mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und dem jetzt spürbaren Geburtenknick Anfang der 90er Jahre zusammen“, erzählt sie weiter.

Bis zum 31. Mai 2015 habe das DRK nach eigenen Aussagen insgesamt 40 Blutspendetermine in der Prignitz durchgeführt. Knapp 2700 Spender seien gekommen, 154 davon spendeten erstmalig ihr Blut. Auf das komplette Jahr gesehen, gehe das DRK von knapp 6500 Blutspenden, aufgeteilt auf 129 Blutspendetermine aus.

Mit einer Blutspende könne laut DRK bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Da das gespendete Blut in die Bestandteile Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Blutplasma und nach Bedarf in Blutplättchen (Thrombozyten) aufgeteilt werden kann.

So beruft sich der DRK Blutspendedienst auf aktuelle Forschungen, die davon ausgehen, dass jeder Mensch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 80 Prozent einmal auf die Gabe von Blutpräparaten angewiesen sein wird.

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