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Ein großes Dankeschön per Mail aus Mogiljow

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erstellt am 20.Dez.2012 | 05:14 Uhr

Perleberg | Es war Anfang August, da machten sich Dr. Lothar Wedel und der Uenzer Spediteur Uwe Schäffer erneut auf den Weg, um ins 1500 Kilometer entfernte Mogilow Hilfsgüter zu bringen. Bekleidung, Schuhe, Bett- und Tischwäsche erhielt die christliche Hilfsorganisation Tabea. Diese kümmert sich um Kinder und Alte gleichermaßen, für die jeder Tag zumeist ein Kampf ums Überleben bedeutet.

Knapp zehn Tonnen an Hilfsgütern hatten die Beiden geladen. Aus der gesamten Prignitz kamen Spenden, brachten Leute im eigenen Pkw diese nach Uenze, wo Uwe Schäffer mit seinem Team alles auf den Laster mit Hänger verlud.

Dieser Tage nun kam eine Mail vom Direktor der Wohlfahrtsorganisation Tabea in Uenze an. Pawel Brodow bedankt sich darin bei allen, die so uneigennützig helfen. In viele Häuser brachten sie damit viel Freude, heißt es in dem Brief. Sie halfen Eltern, ihre Kinder zu kleiden. "Und es waren viele."

Und er berichtet, dass durch die Spenden die Organisation im Dezember einen Tag für chronisch kranke Menschen, für Invaliden, gestalten konnte. 176 Kinder, junge Erwachsene und alte Leute, die alle unter Diabetes leiden und die mehr oder weniger auf sich allein gestellt sind, stattete Tabea mit dem Notwendigsten aus. "Jeder bekam ein Geschenk", heißt es in der Mail, "für die meisten das einzige zu Weihnachten". Kinderreichen Familien und Greisen konnte eine Freude bereitet werden. Und auch der Organisation der Veteranen des Zweiten Weltkriegs konnte geholfen werden. Sie alle seien voller Dankbarkeit. Eine glückliche Weihnacht, Friede für alle Häuser, Gesundheit für die Familien - diese Wünsche sandten sie per Mail in die Prignitz.

20 Jahre ist es her, da startete Dr. Wedel zu seiner ersten Hilfstour. Mit zwei Pkw, voll beladen mit Bekleidung, war er nach Baranowitschi in Weißrussland aufgebrochen. "Auf der Straße haben wir damals die Spenden verteilt", erinnert er sich. Inzwischen ist der Perleberger 73 Jahre alt und längst nicht mehr der gesündeste. Doch er nimmt immer wieder die Strapazen auf sich, um anderen zu helfen. "Ich kann nicht anders und wenn die Zeit ran ist, dann bin ich auch dazu in der Lage", sagt er. "Wenn ich wieder die Kraft verspüre, dann möchte ich es noch einmal versuchen."

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