alternative Erzeugung von Biogas : Ein Gewinn für Mensch und Natur

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Neben der Biogaserzeugung dienen die Blumenfelder auch als Lebensraum.
Neben der Biogaserzeugung dienen die Blumenfelder auch als Lebensraum.

Angelegte Wildblumenmischungen zieren die Felder / Die Prignitz profitiert von der ökonomischen Alternative

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10. August 2020, 22:00 Uhr

Lila, gelbe und weiße Tupfen-Fenchel, Sonnenblume und Wilde Mavel bringen Farbenvielfalt in die Weiten der Prignitz. Sie erfreuen dabei nicht nur das Auge, sondern sind Teil eines Projektes zur nachhaltigen Biogaserzeugung.

Seit diesem Frühjahr beherbergen zehn Hektar Feld Wildblumenmischungen mit bis zu 25 Pflanzenarten. Sie sind Teil eines Projektes Prignitzer Landwirte, des Deutschen Verbands für Landschaftspflege, des Fördervereins und der Verwaltung des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Das Ziel des Projektes ist die Biogaserzeugung. Damit sind die Blumenfelder eine ökonomische Alternative. Der Arbeitsaufwand ist durch die mehrjährige Verwendung gering, die Artenvielfalt wird gefördert. Abgeerntet werden die Flächen im Spätsommer.


Naturschutz und Produktion Hand in Hand

Bis zu fünf Jahre bieten Fenchel, Sonnenblume und Co. Schutz für Tiere. Das vielfältige Nahrungsangebot lockt Insekten, was wiederum ein neues Jagdrevier für Fledermäuse bereitstellt. Doch nicht nur die einheimischen Tiere profitieren von der neuen Landschaft. Durch die Anlegung der Felder werden die Auswirkungen von intensiv betrieben Ernten, wie beispielsweise von Mais, abgeschwächt. Damit beweist das wissenschaftlich begleitete Projekt, dass sowohl Naturschutz als auch eine wirtschaftliche und ertragreiche Produktion Hand in Hand gehen können.

Gefördert und unterstützt wird dieses neue Projekt vom Land Brandenburg im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin.

Schluss sein soll jetzt aber noch lange nicht. Die Suche nach weiteren Flächen zum Anbau von Wildpflanzen zur Biogaserzeugung läuft weiter. Aktuell geerntete Getreidefelder eignen sich laut Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz für eine Aussaat zwischen den Stoppeln besonders gut.

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