Gallisches Dorf : Ein Dorf will kämpfen

Derzeit wird die L12 in Laaslich repariert.
Derzeit wird die L12 in Laaslich repariert.

Lasslicher fordern weiter Ausbau der Ortsdurchfahrt. Ministerin Schneider kündigt Vor-Ort-Gespräch an

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05. Mai 2017, 21:00 Uhr

Derzeit repariert der Landesstraßenbetrieb aus Quitzow in Laaslich die Ortsdurchfahrt. Die größten Unebenheiten der Landesstraße 12 werden damit erst einmal beseitigt. Doch das reicht den Laaslichern nicht aus.

Die ehemalige Bürgermeisterin Angelika Schulz hat das Heft des Handelns übernommen und diverse Briefe an Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie an die entsprechenden Ministerien geschrieben. Auch ist sie federführend bei einer Unterschriftensammlung zur Erneuerung der L12, die den heutigen, verkehrsbedingten Anforderungen entspricht. Sie soll an den Petitionsausschuss übergeben werden.

Bis zum 10. Mai können Bürger ihre Unterschriften in der Verkaufsstelle in Laaslich bei Evelyn Busse oder bei Angelika Schulz (Kirschblütenstraße 24) abgeben. „Es würde uns freuen, wenn auch Nicht-Laaslicher, die die Straße benutzen, unterschreiben würden“, so Angelika Schulz. Sie hat auf ihre Schreiben bereits diverse Antworten bekommen („Der Prignitzer“ berichtete).

Ende April hat jetzt auch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung reagiert. In dem Schreiben im Auftrag der Staatssekretärin Ines Jesse heißt es, dass man damit übereinstimmt, dass der Straßenzustand in Laaslich und Lenzersilge unbefriedigend sei. Die L12 wurde aufgrund ihrer geringen Verkehrsbedeutung und -belastung dem Grünen Netz zugeordnet.

Straßenbaumaßnahmen werden dort nur zur Sicherung der Befahrbarkeit im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht vorgenommen, also im Wesentlichen Unterhaltungsarbeiten. Grundhafte Aus- und Umbaumaßnahmen bilden eine Ausnahme, sie würden der anlassbezogenen Einzelfallentscheidung unterliegen. Ein Neubau ist damit eigentlich prinzipiell ausgeschlossen.

Für die grundsätzliche Verbesserung in Laaslich und Lenzersilge wäre ein grundhafter Ausbau erforderlich, der aber aus oben genannten Gründen nicht vorgesehen ist. Die zuständige Straßenmeisterei führt daher die notwendigen Reparaturen durch, heißt es weiter. Das Ministerium ist sich im Klaren, dass dies langfristig keine Lösung sein könne, so soll noch in diesem Jahr ein Konzept zum Umgang mit dem Grünen Netz erarbeitet werden.

Aus dem Ministerbüro erhielt Angelika Schulz die Zusage, dass Ministerin Kathrin Schneider gern zu einem Vor-Ort-Gespräch nach Laaslich kommt und kündigte ihren Besuch für August an.

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