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Lindenberger Ortsvorsteher ist unzufrieden : Ein Dorf ringt um Belebung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das Dorf Lindenberg in der Gemeinde Groß Pankow sucht Varianten für einen Lebensmittelladen.

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 20:55 Uhr

Der Lindenberger Ortsvorsteher Rainer Knurbien in der Gemeinde Groß Pankow ist unzufrieden. Wie angekündigt, hat die Sparkasse Prignitz nicht nur ihre Geschäftsstelle in Lindenberg geschlossen, sondern im vergangenen Jahr auch den Geldautomaten abgebaut.

Die Idee der Sparkasse, eine alternative Auszahlungsstelle einzurichten, ist bislang nicht umgesetzt. „Wir wollten unser Lebensmittelgeschäft, das ja auch geschlossen hat, mit Unterstützung der Gemeinde wieder beleben. Hier sollte dann auch die Möglichkeit bestehen, Bargeld abzuheben“, sagt Knurbien. Nur scheint auch aus diesem Vorhaben nichts zu werden. „Wir als Kommune hatten uns vorgenommen, das Gebäude zu modernisieren und auch Fördergelder zu investieren. Allerdings haben wir leider niemanden gefunden, der bereit wäre, den Laden in Lindenberg zu führen“, sagt Bauamtsleiter Haldor Lugowski von der Groß Pankower Gemeindeverwaltung. Es gab Gespräche mit verschiedenen Lebensmittelhändlern. „Die haben sich die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht und kamen am Ende zu dem Ergebnis, dass sich so ein Laden nicht kostenneutral betreiben lässt“, so Lugowski. Doch in Lindenberg will man sich mit der Situation nicht abfinden. „Wir müssen die Versorgung verbessern, vor allem auch in Zusammenarbeit mit dem Kleinbahnverein“, sagt Knurbien. Denn oftmals wisse man nicht, wo Reisegruppen Kaffee und Kuchen einnehmen sollen oder andere Versorgung noch möglich wären. „Unsere Idee ist, die ehemalige Gaststätte Kiekbach zu sanieren. Hier soll die Versorgung im Saal stattfinden, außerdem kann man einen Souvenirshop einrichten, einen Hofladen und vielleicht auch ein kleines Lebensmittelgeschäft“, so Rainer Knurbien. Die Einrichtung selbst könnte von einem Pächter oder von einem Verein betrieben werden, so die Idee.

„Wir befassen uns mit dem Thema, sind aber skeptisch, ob das so eins zu eins umgesetzt werden kann“, sagt Lugowski. Die Investition wäre mehrere hunderttausend Euro schwer und ohne Fördermittel nicht zu stemmen. „Wir haben nun Fördergelder beantragt, um zunächst eine Studie oder ein Gutachten in Auftrag geben zu können, in dem die Potenziale, aber auch die Risiken beleuchtet werden. Man sei dem Vorhaben gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, müsse aber auch die Wirtschaftlichkeit dabei im Blick haben.
 

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