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Blitzschlag : Ein Danke für die Lebensretter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wohnungsgenossenschaft Elbstrom ehrt Mieter und Nachbarn, die am Montag einen Brand im Wohnblock Külzstraße verhindert haben

von
erstellt am 11.Jun.2014 | 22:00 Uhr

„Es hat wirklich furchtbar gekracht, als der Blitz in das Haus gegenüber eingeschlagen ist.“ Trotz des Schrecks zögern Renate Stahlberg und ihr Mann Erwin keine Sekunde, als sie sehen, wie am Montag früh die Funken wie ein Wasserfall an der Fassade des Nachbarhauses herabregnen. „Ich habe sofort die Feuerwehr alarmiert, dann sind wir zusammen ’rüber gerannt, um die Bewohner zu warnen“, sagt Erwin Stahlberg.

Auf diese Weise erfahren die Bewohner Walter Klabuhn und Horst Mühlfried, was sich auf dem Dach ihres Hauses abgespielt hat. „Da sind wir hoch um nachzuschauen“, sagt Klabuhn. Als beide auf dem Dachboden ankommen, schlagen erste Flammen an den Stellen aus dem Holzbalken, wo der Blitz eingeschlagen ist. „Ich habe sofort angefangen, mit dem Sand aus der Kiste, die hier oben steht, zu löschen und habe Horst zugerufen, er soll Wasser hochschaffen“, sagt der 78-Jährige. „Acht Jahre war ich in der Feuerwehr in Motrich, von 1954 bis 1962. Da weiß man, was in so einem Fall zu tun ist.“

Dass ein derart selbstloser Einsatz nicht selbstverständlich ist, betont Karsten Korup, Geschäftsführer der Genossenschaft Elbstrom, als er den beiden „Hausfeuerwehrmännern“ und den aufmerksamen Nachbarn zum Dank einen Präsentkorb überreicht. „Sie sind alle vier Lebensretter. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die ersten Flammen unbemerkt geblieben wären. Fünf Minuten später, und der Dachstuhl hätte richtig gebrannt.“ Hier sei Zivilcourage und Genossenschaftssinn gelebt worden, sagte Korup und verwies darauf, dass alle vier durch ihr Handeln großen Schaden von der WGE abgewendet hätten.

Auch so hat der Blitz deutliche Spuren hinterlassen. „Allein der Schaden am Dach beträgt etwa 4500 Euro“, sagt Peter Greilach, Zuständig für die Instandhaltung bei der WGE. „Dann hat der Stromschlag an einer Wasserleitung zu einem Leck geführt, zwei Decken sind davon betroffen, das kostet etwa 500 Euro.“ Schließlich sei die elektrische Anlage im Haus in Mitleidenschaft gezogen worden. „Fernseh- und Telefonanschlüsse waren ausgefallen, und in der Hausanschlussstation ist der Wärmemengenzähler kaputt gegangen“, sagt Greilach.

Sogar auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat der Blitz Schäden angerichtet. Im Block Külzstraße 22-30 sind durch den Stromimpuls an fünf Aufzügen die Notruf-Sprechanlagen ausgefallen. Der Schaden beträgt hier rund 8000 Euro.


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