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Mittelalterführer im Buchformat : Ein Buch als Zeitmaschine

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Auf den Spuren des mittelalterlichen Perleberg“ ist erschienen / Autorenteam beleuchtet die Historie aus unterschiedlichen Perspektiven

von
erstellt am 24.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Einen Zeitsprung weit zurück in die Geschichte unternimmt das Buch „Auf den Spuren des mittelalterlichen Perleberg“. Vorgestern wurde es der Öffentlichkeit präsentiert. 19 Autoren beleuchten die Rolandstadt aus unterschiedlichen Perspektiven und bieten einen großen Fundus an Wissen. Das Ganze wurde „leicht verdaulich“ aufbereitet – ein Fachbuch für jedermann also.

Redaktionell liefen die Fäden bei Dr. Peter Knüvener zusammen, zur Zeit der Erstellung des Buches wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadt- und Regionalmuseum. Unterstützt wurde er dabei von Gordon Thalmann, Mitarbeiter bei der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Knüvener, inzwischen beim Niedersächsischen Landesmuseum Hannover beschäftigt, war zur Präsentation, die in den Räumlichkeiten des Standesamtes stattfand, persönlich anwesend, berichtete über Hürden, die in der Produktionsphase zu nehmen waren, über Rückschläge der unterschiedlichsten Art. „Aber, wir haben das Buch trotzdem zu einem guten Ende gebracht“, resümierte er im voll besetzten Trausaal. Mittelalterführer gibt es auch in anderen deutschen Städten – Besonderheiten des Perleberger Werkes sind unter anderem die Zusammenführung älterer archäologischer Erkenntnisse mit den Ergebnissen ganz aktueller Grabungen im Stadtgebiet. Optisch sichtbar gemacht wird das Ganze mit einer Karte archäologischer Ausgrabungen. Enthalten ist zudem eine Übersicht über die Altstadt mit allen dendrochronologischen Daten (Dendrochronologie = Holzalterbestimmung). „So etwas gibt es meines Wissens für keine andere brandenburgische Stadt“, erläuterte Dr. Peter Knüvener.

Das gut 230 Seiten starke Buch geht in Teilen weit über einen mittelalterlichen Stadtführer hinaus und kann dennoch viele Facetten der reichen Geschichte Perlebergs nur anreißen. „Für jeden Geschichtsinteressierten, der es liest, enthält es garantiert neue Informationen, die er bis dato noch nicht kannte“, fasst es Bürgermeister Fred Fischer zusammen. Das Werk reihe sich ein in mehrere jüngst erschienene historische Abhandlungen über Perleberg und mache eine Art neues Geschichtsbewusstsein deutlich. „Das hat auch etwas mit Identitätsfindung, mit einem gewachsenen Interesse an der ureigenen Vergangenheit zu tun“, so Fischer. „Auf den Spuren des mittelalterlichen Perleberg“, erschienen im Bäßler-Verlag, ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

 

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