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Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 22:15 Uhr

Ein Bild des Grauens auf der B 189

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verursacherin des Unfalls überlebt schwer verletzt / 65-jähriges Opfer stirbt noch in ihrem Wagen

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 14:25 Uhr

Ein Todesopfer, zwei Verletzte, ein Bild des Grauens am Unfallort. Für Angehörige, Betroffene und Einsatzkräfte ist es gestern ein tragischer Vormittag. Auf der B 189 in Höhe der Ortschaft Rohlsdorf sind sie mit Bildern konfrontiert, die sie nicht so schnell werden vergessen können.

Kurz vor 10 Uhr ereignete sich der folgenschwere Unfall. Offenbar überholten im Überholverbot zwei Pkw einen mit Holz beladenen Lastwagen gleichzeitig, berichtet ein Augenzeuge unserer Zeitung. Während der erste Pkw noch wieder einscheren konnte, schaffte es der zweite nicht mehr. Gegenverkehr zwang die 53-jährige des Wagens zu früh zurück auf ihre Fahrbahnseite. Dabei streifte sie den Laster, verlor die Kontrolle über ihren Chevrolet und drehte sich auf der Straße.

Zwei weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachten mit dem Chevrolet zusammen. Ein Audi verkeilte sich in dem Chevrolet, die 65-jährige Seatfahrerin überschlug sich mehrfach und blieb mit ihrem Wagen kopfüber in einem Graben liegen, so die Polizei.

Die Frau war sehr schwer in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Noch bevor Rettungskräfte sie befreien konnten, erlag sie ihren Verletzungen. Offenbar traf währenddessen ein nahe stehender Verwandter von ihr an der Unglücksstelle ein, berichtet ein Augenzeuge. Verzweifelt musste er miterleben, wie die Frau starb.


Trümmerteile auf der Straße verteilt


Die 53-jährige Frau im Chevrolet war ebenfalls sehr schwer eingeklemmt. Über die Leitstelle wurde zusätzliche Technik von der Feuerwehr Spiegelhagen angefordert, um sie aus dem Pkw herausschneiden zu können. Nach rund 40 Minuten konnte die Frau gerettet werden. Ein Rettungshubschrauber flog die Schwerverletzte ins Krankenhaus Neuruppin.

Die Straße am Unfallort war mit Trümmerteilen übersät. Der Aufprall muss so heftig gewesen sein, dass der Motorblock des Chevrolets aus dem Wagen herausbrach und in zwei Teile zersprang. Ein Teil flog rund zehn Meter durch die Luft. Es lag im Straßengraben. Auch das andere Teil des Motorblocks flog in etwa so weit und lag auf der Straße. Der Motorraum selbst war vollkommen zerfetzt. Die Türen des Wagens mussten herausgeschnitten werden.

Der Audifahrer fuhr in den Chevrolet. Ein 76-jähriger Insasse wurde dadurch verletzt. Mit schweren Geräten konnten Einsatzkräfte die Personen aus den Fahrzeugen befreien. Feuerwehrmänner schirmten mit Decken die Hilfsmaßnahmen vor neugierigen Blicken ab.

Ein Sachverständiger aus Oranienburg kam zur Unfallstelle. Die Bundesstraße blieb bis in den Nachmittag hinein für mehr als vier Stunden gesperrt, der Verkehr wurde durch das Dorf umgeleitet.

Auf unserer Facebookseite schilderten Kraftfahrer ihre Eindrücke von der Szenerie. Manche schrieben, dass es „extrem schlimm aussieht“. „Habe so etwas vorher noch nie gesehen“, schreibt ein anderer und eine Frau gesteht: „Ich trau‘ mich da gar nicht vorbei.“ Viele sprechen der Familie ihr Beileid aus und wer die Strecke häufiger fährt, kann es nicht verstehen, dass jemand an dieser Stelle überholt.

Mehrere Feuerwehren, zweit Notarzt-, drei Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber waren vor Ort.




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