zur Navigation springen

27. Stadt- und Hafenfest in Wittenberge : Ein Abschied zum Stadtfest

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Buntes Treiben beim 27.Stadt- und Hafenfest zwischen Lokschuppen und Nedwighafen. Feuerwerk fiel fast ins Wasser

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Für Klaus Lüdtke, Gründungsmitglied des Shantychores „De Buhnenkieker“ war das 27. Stadt- und Hafenfest am Wochenende zugleich das letzte als aktiver ’Buhnenkieker’. Der Wittenberger zieht im September mit seiner Frau Regina nach Plau am See. Und so überließen ihm seine Sangeskollegen zum Abschied gestern Vormittag ein paar Soli. Die etwa 300 Gäste im Nedwighafen waren gerührt. „Man gibt doch einiges auf, aber wir sind jetzt in dem Alter, wo man kürzer treten muss“, sagt Regina Lüdtke nachdenklich.

Die ganze Stadt war am Wochenende eine große Festmeile, eine Meile der kleinen und großen Geschichten. Zwischen historischem Lokschuppen und Elbe ließ sich gut bummeln, luden zahlreiche Geschäfte zu Aktionen, Gewinnspielen, Modenschauen ein, gab es Livemusik an allen Ecken. Jeder trug etwas zum Gelingen bei.

Ingrid Jordan, (v.l.), Chris Zander, Jürgen Jordan und Bernd Zander schauten sich im historischen Lokschuppen die alte Technik an.
Ingrid Jordan, (v.l.), Chris Zander, Jürgen Jordan und Bernd Zander schauten sich im historischen Lokschuppen die alte Technik an. Foto: Carlo Ihde

Im Lokschuppen schauten sich Ingrid und Jürgen Jordan sowie Chris und Bernd Zander um. Bernd Zander interessiert sich aus beruflichen Gründen für die alten Loks. „Ich fahre die moderne Variante im Güterverkehr. Wir waren vor drei Jahren das letzte Mal hier und es hat sich doch schon sehr viel verändert. Das ist beeindruckend“, sagt er. Thomas Stöber von der Eichsfelder Kanonenbahn nutzte seinen Urlaub um während des Stadtfestes im Lokschuppen zu helfen und meint augenzwinkernd: „Echt super, was die Kollegen hier an Leistung und Verrücktheit aufbringen.“

Auch in der Tourist-Info im Kultur und Festspielhaus ist deutlich mehr Verkehr an als an normalen Samstagen. „Viele haben sich schon ihre Karten für die nächsten Elblandfestspiele abgeholt. Ansonsten ist wirklich von allem etwas dabei, Karten fürs Kultur- und Festspielhaus, viele Berliner Tagesausflügler und Radler fragen nach, wo sie etwas essen gehen können“, so Info-Chefin Simone Albers. Knapp 200 Besucher schauten am Samstag dort vorbei.

Am„Prignitzer“-Zelt:  Amy und Enya mit ihren Müttern Silvia Zado und Stephanie Krüger.
Am„Prignitzer“-Zelt: Amy und Enya mit ihren Müttern Silvia Zado und Stephanie Krüger.

Am „Prignitzer“-Zelt in der Bahnstraße konnten sich Kinder schminken lassen, gab es Geschicklichkeitstests am ’heißen Draht’. Das probierten auch Amy Zado und Enya Krüger aus Perleberg aus. „Das schöne ist, man trifft bei solchen Anlässen immer viele Menschen wieder, die teilweise gar nicht mehr in der Prignitz wohnen, aber extra deswegen herkommen“, so Amys Mutter Silvia Zado.

Samstags tagsüber bummeln in der Innenstadt, abends feiern am Hafen, so lautet seit Jahren die Devise. Doch die Partynacht wäre beinahe ins Wasser gefallen. Gegen 19 Uhr ging ein kleiner Regenschauer nieder, war aber mit Beginn des Musikprogramms auf der Hauptbühne vorüber. So unterhielt die Band Casino Royale noch im Trockenen die Gäste mit schwungvoll interpretierten Klassikern und neuen Songs. Gegen 21.40 Uhr dann prasselte es heftig über dem Festplatz am Nedwighafen. Die Besucher stoben auseinander, suchten Schutz unter Bierwagendächern, Schirmen am „Fährmann“ sowie unter Dachvorsprüngen. Die Veranstalter entscheiden sich kurzfristig, das für Mitternacht angesetzte Feuerwerk sofort zu zünden. Katrin Fleischer aus Berlin kommt seit zehn Jahren regelmäßig zum Stadtfest, mag die Atmosphäre und meint: „Dieser plötzliche Regen ist schon furchtbar. Die Leute sind jetzt alle klitschnass und haben wahrscheinlich gar keine richtige Lust mehr.“

Kurz vor dem Auftritt von Stargast Loona regnete es heftig über Wittenberge. Das Bühnenlicht funktionierte nicht richtig. Die Künstlerin brachte das Publikum dann aber richtig auf Temperatur.
Kurz vor dem Auftritt von Stargast Loona regnete es heftig über Wittenberge. Das Bühnenlicht funktionierte nicht richtig. Die Künstlerin brachte das Publikum dann aber richtig auf Temperatur. Foto: Carlo Ihde
 

Nach 20 Minuten ist der Schauer vorüber, der Platz spürbar gelichtet. Das Bühnenlicht spielte nicht so richtig mit. Doch als Stargast Loona, seit den 90er-Jahren wegen ihres Partyhits „Bailando“ bekannt, auf die Bühne stürmt, tanzen sich die Wittenberger und ihre Gäste mit spanisch-angehauchten Pop-Rhythmen fix wieder trocken.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen