Umgestaltung des Perleberger Marienplatzes : Eiben bleiben, Linden fallen

Gestern morgen wurden die Linden auf dem Marienplatz gefällt. Die Eiben bleiben erhalten, werden in die neue Gestaltung integriert.
Gestern morgen wurden die Linden auf dem Marienplatz gefällt. Die Eiben bleiben erhalten, werden in die neue Gestaltung integriert.

Marienplatz: Stadtverordnete mehrheitlich für Erhalt der immergrünen Gewächse / Ersatzpflanzung für gefällte Bäume

23-11368046_23-66107915_1416392335.JPG von
21. Februar 2014, 22:00 Uhr

Gestern um 7.30 Uhr wurde die Säge auf dem Marienplatz angesetzt, die erste Linde abgenommen. Die anderen folgten, aber nur Linden, denn die beiden an die 60 Jahre alten Eiben werden auch künftig den Platz mit dem Denkmal als immergrüner Schmuck zieren.

Das beschloss am Abend zuvor mit deutlicher Mehrheit die Stadtverordnetenversammlung. „Wir waren gestern um 7.15 Uhr natürlich an Ort und Stelle, um zu sehen, dass alles auch seinen geordneten Gang nimmt“, berichtet Peter Krips von der Initiativgruppe zum Erhalt der Eiben. Mit von der Partie auch Antje Hartwig vom Umweltamt der Stadt, die die Fachfirma entsprechend einwies. „Die Kollegen wussten wirklich, was sie tun“, fügt Peter Krips an, der zugleich die Entscheidung der Stadtverordneten überaus positiv bewertet. „Das Wichtigste ist in unseren Augen, dass das Parlament bereit war, die neue Situation anzuerkennen“, betont Krips.

Das Ergebnis: die modifizierte dritte Variante zur Gestaltung des Marienplatzes. Die sieht nun vor, dass die Eiben bleiben, dafür aber alle Linden, einschließlich der großen stadtbildprägenden gefällt und durch neue kleinwüchsige Bäume ersetzt werden. So wolle man auch mit Eiben eine Symmetrie und gewisse gestalterische Ruhe auf dem Platz erreichen. Zudem soll der Marienplatz eine sogenannte einfassende Begrünung mit Stauden und Gräsern erhalten. Allerdings nicht mehr komplett, da ein Grüngürtel unterhalb der Eiben wenig Sinn mache.

Rainer Pickert, CDU-Fraktionsvorsitzender, machte noch einmal deutlich, dass die Diskussion zur Gestaltung des Platzes schon über ein Jahr ging, drei Workshops mit 20 bis 30 Leuten dazu stattfanden, man sich ein viertes Mal bei eisiger Kälte stundenlang an Ort und Stelle mit der Thematik beschäftigte. Unterschriften zu sammeln sei zwar eine gute Form der Demokratie, sie komme in diesem Fall aber sehr spät, denn alle Beschlüsse seien schon gefasst worden. Intensiv habe er sich aber noch einmal Gedanken gemacht, die Sache vor Ort betrachtet und sei zu dem Schluss gekommen, die Eiben zu erhalten. „Die einzelnd stehende Linde ist dann aber nicht mehr stadtbildprägend, sollte gefällt werden.“

Frank Rüdiger-Gottschalk (CDU) sagte, die Notwendigkeiten, die sich aus einer neuen Verkehrsplanung ergeben, mit alten Elementen zu verbinden, in diesem Fall sind es die Eiben, sei die Kunst einer guten Stadtplanung.

Hartmut Schneider, SPD-Fraktionsvorsitzender, unterstrich noch einmal, dass man in den Workshops lange darüber gestritten habe, wieviel Beton der Platz haben soll und man sich letztlich für möglichst mehr Grün entschied. Die modifizierte Variante sei für alle der beste Kompromiss.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen