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Eintrag in Wittenberges Ehrenbuch : Ehrung für Wolfgang Rawolle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seiner Geburtsstadt hat er ein filmisches Gedächtnis geschaffen

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Nicht nur die Eröffnung der neuen Ausstellung zur Handwerksgeschichte erwartete die Besucher des Stadtmuseums am Donnerstagabend. Sondern auch die Ehrung eines gebürtigen Wittenbergers, dessen Filme schon hunderte Besucher in Museum und Kulturhaus zogen: Wolfgang Rawolle durfte sich im Ehrenbuch der Stadt verewigen. „Für einen Eintrag in das Ehrenbuch muss man sich um Wittenberge verdient gemacht haben. Das sieht die Stadt bei Herrn Rawolle so“, sagte Christiane Schomaker von der Pressestelle.

Geboren 1938, ist Rawolle in der Karlstraße aufgewachsen. Im Jahr 1958 kaufte er sich vom ersten Lehrgeld eine Kamera, liebäugelte mit einer Bewerbung an der Babelsberger Filmhochschule. „Ich war weder Pionier noch bei der FDJ, man hätte mich nicht genommen“, sagt der Filmemacher. Im April 1960 ging er in den Westen und ließ sich in München von einem Kameramann einige Kniffe beibringen. „So ein bis zwei Mal im Jahr schaffe ich es noch, fahre hoch und filme hier natürlich immer“, sagte Rawolle bestimmt.

Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, holte ein wenig aus in seiner kleinen Laudatio auf das Schaffen Rawolles. Nicht zuletzt seit „Karbid und Sauerampfer“ mit Erwin Geschonnek sei Wittenberge eine Filmstadt gewesen. In vielen neueren Filmproduktionen hat die Stadt oft nur als Kulisse gedient, manche Filme waren ohne bleibenden Wert. „Ihre Filme aber sprechen mit einer gewissen Würde von den Stadtbewohnern, die es sicher nicht immer leicht hatten. Die Filme sind mittlerweile ein Stück Wittenberger Geschichte geworden“, so Korup über den Geehrten.

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