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Der Prignitzer

19. November 2017 | 15:31 Uhr

Ehrung für Prignitzer Naturwacht

vom

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2012 | 10:00 Uhr

Prignitz | Das Projekt "Entdecke Brandenburgs Naturschätze - Mit dem Ranger Natura 2000 erleben" der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und ihrer Naturwacht wurde jetzt als erstes Projekt der aktuellen UN-Dekade "Biologische Vielfalt" in Brandenburg geehrt. "Das Projekt trägt in beispielhafter Weise dazu bei, die Bedeutung und den Wert von biologischer Vielfalt als menschliche Existenzgrundlage zu vermitteln. Auf Tour mit den Rangern wird dieses wichtige Thema greifbar und begreifbar", sagte Umweltministerin Anita Tack (Linke) anlässlich der Auszeichnung in Potsdam.

Projektkoordinatorin Nora Künkler von der Stiftung Naturschutzfonds machte zudem darauf aufmerksam, dass "die Auszeichnung als Dekadeprojekt zeigt, dass wir mit direkten Kontakten zur Bevölkerung auf dem richtigen Weg sind, um dem Rückgang der biologischen Vielfalt entgegen zu wirken. Die Ranger leisten vor Ort gemeinsam mit Partnern in den Großschutzgebieten tolle Arbeit und stellen sehr engagiert viele kleine Projekte auf die Beine, die in ihrer Gesamtheit Großes bewegen."

Die Ranger im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe bieten ihren Besuchern mittlerweile ein attraktives Ganzjahresprogramm. Vom "Konzertfrühling", bei dem Singvögel musizieren, über die "Lange Naturwachtnacht" im Fledermausmonat August bis zum herbstlichen "Großen Vogelzug" reichen die Angebote. Klar, dass bei allen Rangertouren die biologische Vielfalt und deren Erhalt im Mittelpunkt stehen.

"In der Flusslandschaft ist Wasser das prägende Element", so Ricarda Rath, Rangerin und Leiterin der Naturwacht in der Prignitz. "Bekassinen, Grün- und Rotschenkel, Flussuferläufer, Kiebitz und Co. … unzählige Limikolen prägen das Bild der Auenlandschaft. Schon bald bestimmen laut trompetende Kranichketten das Himmelsbild, nordische Gänse und Schwäne rasten in den Herbst- und Wintermonaten zu Tausenden in den Elbwiesen", beschreibt sie anschaulich. Und: Die Erfassung der Zugvogelbestände ist ein Arbeitsschwerpunkt der Ranger hier. Sie bildet die Grundlage für die Bewertung der Vogelbestände und ihrer langfristigen Entwicklung.

So können Schutzziele überprüft und Veränderungen in der Kulturlandschaft besser eingeschätzt werden. Nicht zuletzt sind sie Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen. Brandenburg trägt hierbei eine besondere Verantwortung. Nur in den Winterquartieren sind genaue Erfassungen möglich. Sie treffen nicht nur Aussagen über die Rastgebiete, sondern über Bruthabitate und Zugwege in Europa und weltweit.

Und genau darum geht es den Elbe-Rangern im jetzt ausgezeichneten Projekt. "Bei Ranger-Erlebnistouren stellen wir Gästen unsere schönsten Lebensräume und deren Bewohner vor", so Rath.

Ob im Deichrückverlegungsgebiet, dem Rambower Moor oder in der Lenzener Wische, "Artenvielfalt ist Lebensqualität und die ist im Biosphärenreservat reichlich vorhanden", bringt es die Naturwacht-Leiterin auf den Punkt.

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