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Der Prignitzer

17. November 2017 | 20:34 Uhr

Ehrenplakette für Spender und Helfer

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2013 | 05:19 Uhr

Perleberg | Ende November 2010 in der Winterkirche von St. Jacobi: An die 30 Bürger, vor allem Perleberger, haben sich versammelt, beseelt von dem Ansinnen, dem Kirchturm nach fast 100 Jahren wieder zu einem bronzenen Geläut und einer Spitze zu verhelfen.

Inzwischen hat sich schon allerhand bewegt, gibt es bereits Vorstellungen, wie die künftige Kirchturmspitze aussehen könnte. Denn in den Jahrhunderten wechselte deren Gestalt. Doch sie ist letztlich "nur" das Sahnehäubchen, wie Vereinsvorsitzender Herbert Dreifke sagt. Gestühle samt Läuteranlage, letztere wird seit den 60er Jahre elektrisch betrieben, sollen saniert, die 100-jährigen Glocken aus Eisenhartguss durch bronzene ersetzt werden. Doch zuvor muss der Turmaufstieg komplett auf Vordermann gebracht werden. Viel Arbeit und noch viel mehr Geld sind von Nöten, um dieses kühne Vorhaben zu realisieren. Auch wenn bis dato noch keine konkrete Aussage über die Kosten getroffen werden kann, billig wird es nicht. Allein der Treppenaufgang werde schätzungsweise 50 000 Euro kosten, die vier neuen Glocken samt Stuhl und Läuteranlage so um die 100 000 Euro, überschlägt der Vereinsvorsitzende.

Die Kirche samt Turm, wie sie sich bis zum Jahre 1913 zeigte und durch die Handschrift des Baumeisters Stüler geprägt war, diente nun als Vorlage für die zweite Spendenplakette des Fördervereins. Dank der Unterstützung der Volks- und Raiffaisenbank Prignitz, die einen maßgeblichen finanziellen Part übernahm, konnte diese in limitierter Auflage geprägt werden.

Der Vorsitzender des Fördervereins überreichte die ersten gestern an:

Gerald Dettmer, der unentgeltlich das Layout der Plaketten gestaltete, an Sybille Witte, die die Basare in der Kirche organisierte und den Erlös spendete, an Simone Pagel, die mit der Spardose in Kirchengestalt erhebliche Spenden eingeworben hat, an Jurita und Jens Nering für die Spende aus der Miniaturausstellung und den Film "Damit die Glocken nie verstummen", an Dr. Berger, der sich überaus im Förderverein engagiert, und an Martin Sengebusch sowie an seine Mutter Waltraut, 85 Jahre alt. 1945 kam sie nach Perleberg. "Ich bin Mitglied der Kirchgemeinde, wurde in der Kirche getraut, hier haben wir unsere goldene Hochzeit gefeiert und meine beiden Söhne wurden hier getauft. Da ist man verwurzelt mit dieser Kirche, die mit Hilfe des Fördervereins nun auch wieder einen schönen Glockenklang erhalten soll."

Mit Flyer, Broschüre und Präsentation wirbt der Förderverein um finanzielle Unterstützung, Weihnachts- und Osterbasare lassen es ein wenig in der Vereinskasse klingeln. Und auch vom Benefizkonzert im Rahmen der Aktion Musikschulen öffnen Kirchen am 21. September um 19 Uhr in St. Jacobi erhofft sich der Förderverein einen weiteren finanziellen Schub.

Nicht zu kaufen aber gibt es die Ehrenplaketten. "Spendern, die uns mit einem großzügigen Betrag unterstützen, und auch engagierten Helfern wollen wir mit der Plakette danken", so Dreifke. Sechs sollen es werden, die dritte Spendenplakete ist zur 775-Jahr-Feier der Stadt 2014 geplant.

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