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Perleberger Mehrgenerationenhaus : Ehrenamtler stehen bereit, wo können sie helfen?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bereitschaft bei Integration von Flüchtlingen zu helfen ist da, aber niemand, der das Engagement strukturiert

von
erstellt am 15.Okt.2015 | 12:00 Uhr

„Ich sehe uns als Knotenpunkt für die ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingen.“ Carla Kaiser leitet das Projekt Mehrgenerationenhaus. Offen gibt sie zu: „Das war nicht unsere Idee, aber wir finden sie gut.“

Der Landkreis gab die Anregung in der Frühstücksrunde der Frauen, die sich immer donnerstags im Perle-Treff in der Akademie am Großen Markt trifft. Zwei Frauen sagten sofort, dass sie dabei sind. Inzwischen sei man eine Handvoll – Tendenz ständig steigend. Denn auch beim Nachbarschaftsfest des Bündnisses für Familie in der Heinrich-Heine-Straße sprachen sie immer wieder Menschen an, fragten, wie sie helfen könnten, berichtet Kaiser.

Der erste Kontakt, die Bereitschaft sich hier ehrenamtlich einzubringen, ist da. „Ich notiere mir die Adressen, was sie beruflich machen und wo sie sich gern engagieren würden“, listet die Projektleiterin auf. Und dann? Die Daten gebe sie weiter an die Awo, denn die ist im Landkreis für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig. Wie diese aber ehrenamtlich unterstützt werden könne, darüber gebe es noch keine konkreten Aussagen. „Natürlich haben wir Visionen“, betont die CJD-Mitarbeiterin des Mehrgenerationenhauses. Man könne sich vorstellen, in der Akademie nachmittags auch Flüchtlingskinder zu betreuen, ihnen spielend das neue Land und seine Sprache näher zu bringen bzw. zu vermitteln. Doch bis jetzt sei man nur eine Anlaufstelle für Interessenten, die mitmachen würden. Was sich daraus entwickle, könne man noch nicht sagen. „Wir sind offen für alles. Vielleicht gibt es alsbald einen Sprachkurs am Vormittag und am Nachmittag Spiel und Spaß für den Nachwuchs. Eine Spielekiste für die Betreuung von Flüchtlingskinder habe man bereits überreicht bekommen, nun fehlen eigentlich nur noch die kleinen Hauptpersonen.

Doch das muss alles erst aufgebaut, Strukturen müssen geschaffen werden, wo man sich trifft und koordiniert wo welcher Bedarf da ist – eine Aufgabe, die das Projekt Mehrgenerationenhaus nicht leisten könne.

„Die Menschen, die helfen wollen, sind da. Es fehlt das Steuerelement“, betont Carla Kaiser.  

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