Erntesaison in der Prignitz : Ehepaar erntet Rekord-Kartoffeln

Wahres Gärtnerglück: In der Gartenerde von Heinz und Maritta Himburg aus Quitzöbel schlummern riesige Prachtknollen.
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Wahres Gärtnerglück: In der Gartenerde von Heinz und Maritta Himburg aus Quitzöbel schlummern riesige Prachtknollen.

Pfundskerle oder zarte Kunstwerke: Bei der Ernte in der Prignitz kommen allerlei kuriose Knollen ans Tageslicht

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10. August 2016, 10:00 Uhr

Nicht nur auf den großen Äckern, auch in den privaten Gärten hat die Erntesaison begonnen. Dabei holen die Prignitzer Gartenfreunde derzeit auch allerlei Kurioses und Rekordverdächtiges aus dem Boden.

So etwa unsere Leser Heinz und Maritta Himburg aus Quitzöbel. Eine Kartoffel von 820 Gramm schlummerte im Erdreich ihres Gemüsegartens. Dazu kam noch ein ganzer Drahtkorb voll mit 600 bis 700 Gramm schweren Knollen. „Wir hatten uns erstmal gar nichts dabei gedacht, wollten sie ganz normal vielleicht als Pellkartoffeln zubereiten“, sagt Heinz Himburg. Aber dann sei die Idee gekommen, sie vor dem Verzehr wenigstens mal der Zeitung zu zeigen.

„Wir bauen über Jahre schon an, und ich hatte mir aus Altersgründen vorgenommen, dieses Jahr das letzte Mal welche anzupflanzen“, so der 78-jährige Heinz Himburg. Nun sind sie außergewöhnlich groß geworden, so dass der Ehrgeiz ein wenig wächst, unter den noch nicht abgeernteten Pflanzen vielleicht noch eine größere zu finden. Wenn man sich die dick behangenen Sträucher mit den Ochsenherz-Tomaten auf dem Hof der Himburgs ansieht, glaubt man gerne, dass es am guten Boden liegt. „Es waren auf jeden Fall ganz normale Frühjahrspflanzkartoffeln, die wir aus Groß Garz holen. Wir verwenden keinen Dünger, keine Chemie. Bis zum letzten Jahr haben wir uns noch Gartendung aus Abbendorf kommen lassen und den dann untergepflügt.“ Leider wissen die Himburgs nicht mehr ganz genau, um welche Sorte es sich bei den Erdäpfeln handelt. Jedenfalls sollen sie mehligkochend sein. Die mögen die Eheleute am liebsten. Und nun können sie dann auch zubereitet werden. Ob in einem Eintopf, zu einem Kotelett gereicht oder als Kartoffelpuffer ist noch offen. Für letztere jedenfalls verrät Maritta Himburg ihr persönliches Rezept:„Dafür reibe ich die Kartoffeln, gebe zwei Löffel Mehl und zwei Eier rein. Dann werden sie angebraten. Mit ein bisschen Zucker und Apfelmus schmecken die wunderbar.“

Margot Bodmanns Erdapfel sieht ein wenig aus wie ein seltsames Tier.
Foto: Carlo Ihde
Margot Bodmanns Erdapfel sieht ein wenig aus wie ein seltsames Tier.

Auch in Wittenberge treibt Mutter Natur ihr Spiel mit den beliebten Knollen. Unsere Leserin Margot Bodmann brachte uns eine kleine Knolle in die Redaktion, die ein wenig wie ein seltsames Tier aussieht. Ihr Garten hinterm Elbdeich gegenüber der alten Badeanstalt ist schon seit 1934 in Pacht der Familie. „Wir haben hier eigentlich schon guten Boden auch wenn sich so um 1905 oder 1910 etwa die städtische Müllkippe hier befunden haben muss“, sagt sie schmunzelnd. Dem Gemüse tut es jedenfalls keinen Abbruch. „Auch eine 780 Gramm schwere Fleischtomate haben wir schon mal geerntet“, berichtet Margot Bodmann.


Haben auch Sie in Ihrem Garten riesige Blumen, rekordverdächtige Kürbisse oder ähnliches? Dann rufen Sie uns an unter 03877/92908280 oder schreiben Sie uns eine Email an pri@prignitzer.de.

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