Wittenberge : Ehemalige Poliklinik ist jetzt verkauft

Die Poliklinik ist verkauft: Wie sieht ihre Zukunft aus?
Die Poliklinik ist verkauft: Wie sieht ihre Zukunft aus?

Markthalle am Bahnhof kommt diesen Monat unter den Hammer

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05. Februar 2015, 08:00 Uhr

Die ehemalige Poliklinik am Platz der Freiheit ist versteigert. Der Landkreis als Besitzer hat sich von der Immobilie getrennt. Bis 2006 war in diesem Haus die städtische Poliklinik mit verschiedenen Arztpraxen, Laboren, einer Röntgenabteilung und zeitweise einer Apotheke untergebracht. Das große Eckgebäude, das den Heinrich-Heine-Platz wesentlich mitprägt, steht seit Inbetriebnahme des neuen Ärztehauses in der Perleberger Straße leer. Die Kreisverwaltung kümmerte sich um die Verschlusssicherheit sowie um die Ordnung und Sauberkeit der alten Poliklinik.

Offizielle Angaben zum Käufer der Immobilie gibt es nicht. Nach Recherchen des „Prignitzers“ handelt es sich um einen auswärtigen Investor. Zu seinen Absichten ist bisher nur bekannt geworden, dass er eine Wohnnutzung, eventuell mit Betreuung, nicht ausschließt.

Anders als die alte Poliklinik macht die ehemalige Markthalle in der Bahnstraße 1 direkt am Zugang zum Bahnhof schon seit Jahren keinen guten Eindruck mehr. Oder noch besser gesagt: Das Gebäude ist eine Ruine. Dach und Wände sind zum Teil eingestürzt. Mehrfach hat es dort gebrannt. Anwohner forderten immer wieder: Es muss sich etwas ändern.

Jetzt scheint es endlich soweit zu sein. Die Markthalle kommt unter den Hammer. Für den 26. Februar ist der Termin im Gericht in Neuruppin angesetzt. Der Verkehrswert für das 1594 Quadratmeter große Grundstück mit der Halle (zirka 1320 Quadratmeter) wird in den Unterlagen mit 21  000 Euro beziffert.

Die Kommune hatte sich über viele Jahre schwer getan, einen Eigentümer für das immer mehr verwahrlosende Grundstück zu finden. 2013 kam die Stadt dann nach Redaktionsrecherchen der im Grundbuch eingetragenen Eigentümergesellschaft auf der Spur und begann, die Zwangsversteigerung anzustreben. Bauamtsleiter Martin Hahn wertet auf „Prignitzer“-Nachfrage, dass der Bereich der Bahnstraße, in dem sich auch die Markthalle befindet, städtebaulich betrachtet, wichtig sei.  

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