Wittenberger Eltern hoffen auf Hilfe : Durch Schlamm ins „Märchenland“

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Eltern machen auf schlechte Kita-Zufahrt aufmerksam. Stadt sieht Lösungsansätze

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05. Januar 2018, 05:00 Uhr

Matsch und Modder: Wer seinen Nachwuchs in der „Märchenland“-Kita an der Sandfurttrift untergebracht hat und zum Haus 2 muss, hat bei Regenwetter unausweichlich damit zu tun. Der von der Sandfurttrift abzweigende Fahrweg neben dem schmalen, mit Platten ausgelegten Geh- und Radweg ist an vielen Tagen im Jahr als solcher nicht zu bezeichnen. Familie Helbig gehört zu den Betroffenen. „Der aktuelle Zustand ist kaum tragbar“, wendet sich Sebastian Helbig an den „Prignitzer“. Er schildert: „Viele Eltern sind auf ihr Auto angewiesen und bringen deshalb ihre Kinder damit auch morgens zur Einrichtung und holen sie natürlich auch wieder ab. Auch die täglichen Mahlzeiten werden natürlich mit einem Fahrzeug angeliefert. So ist es unausweichlich, dass hier mehrfach täglich Schlamm und Modder in die Räumlichkeiten getragen werden. Auch der Rost am Eingang sowie die Fußmatte im Inneren, geschweige die ausliegenden Schuhüberzieher, die letztlich nur noch ein verstummter Hilfeschrei zu seien scheinen, bringen hier keine Hilfe gegen den Dreck.“ Angeregt durch die jüngsten Diskussionen zur Prioritätenliste für die Erneuerung und den Ausbau von Wegen und Straßen, fragen Helbigs, ob und wenn, welche Priorität dieser Weg überhaupt hat. Mit anderen Worten: Wann ist mit einer Verbesserung der Beschaffenheit zu rechnen?

Neu ist die Frage nicht, denn Klagen über die Schlammpiste gibt es schon seit Jahren. Die Stadtverordneten, die letztlich über den Einsatz von Geld und Mitteln entscheiden, hatten – das ist Jahre her – auch schon mal über eine Pflasterung nachgedacht, das Projekt aber nicht weiter verfolgt.

Fakt ist, der verschlammte und löchrige Weg taucht nicht in der 2015/16 überarbeiteten Prioritätenliste mit den auszubauenden Straßen auf.

Der Grund: Es handelt sich eigentlich nur um einen Weg in den Park, erklärt das Tiefbauamt der Stadt. Eigentlich, denn man sei sich schon dessen bewusst, dass er auch Zuwegung zur Kita ist. Eine Lösung des Problems kann sich aus Sicht des Bauamtes ergeben, wenn die Kita baulich angefasst wird.

Dass die dortigen Plätze zahlenmäßig benötigt werden, steht nach den Worten des Bürgermeisters vom Sommer des vergangenen Jahres außer Zweifel. „Ende Januar soll eine Machbarkeitsstudie vorliegen, anhand derer wir entscheiden, ob eine grundsätzliche Modernisierung der Einrichtung oder ein Neubau angeraten ist“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann. „Wir stellen uns dem Thema Weg, wenn wir wissen, was dort insgesamt passiert“, sagt Neumann auf „Prignitzer“-Nachfrage.

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