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Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 17:08 Uhr

Zielort: Kyritz : Durch den Nebel nach Kyritz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

An die 300 Radler machen sich auf den Weg in Richtung Knatterstadt, wo sie herzlich und mit viele Kultur empfangen wurden

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Dichter Nebel und niedrige Temperaturen – wahrlich kein Fahrradwetter für Warmduscher am Samstag. Dass die Prignitzer Pedalritter hart im Nehmen sind, das zeigte die trotz der widrigen Bedingungen große Resonanz beim Anradeln. „Es war grundsätzlich eine super Stimmung“, bestätigt Mike Laskewitz vom Tourismusverband Prignitz, der als Organisator selbst mitradelte. „Das Wetter wurde immer besser, und mit den ersten Sonnenstrahlen, die den Nebel durchbrachen, stieg auch die ohnehin gute Stimmung noch weiter.“ Für alle Startorte sei das Anradeln dieses Jahr eine Herausforderung gewesen, da die Wege zum Ziel in Kyritz eine ordentliche Portion Ausdauer verlangten.

Früh raus mussten die Perleberger Pedalritter. Um 7.45 Uhr war Treffpunkt am Busbahnhof. Bevor dann tüchtig in die Pedale getreten wurde, galt es, sich ein Bahnticket zu lösen, denn von Wittenberge bis Glöwen wurde auf die Schiene umgesattelt. Auch wenn das Feld der Rolandstadt an diesem Morgen recht übersichtlich war, der Fahrkartenautomat war offensichtlich auf solchen Ansturm nicht eingestellt und gab kurzerhand auf. Nicht aber die Radler. Fünf Kilometer hatte Elvira Münzel schon in den Beinen, denn sie kam aus Sükow, natürlich mit dem Rad. „Vor einigen Jahren war ich krank und steif. Da bin ich aufs Radfahren umgestiegen. Seither geht es mir gut.“ Das Radeln ist inzwischen für sie ein Muss, wie sie sagt, „ohne geht nicht“.

Seit Bernd Preetz von Dresden nach Perleberg zog hat auch er das Rad für sich wieder entdeckt. Das erste Mal radelte der 76-Jährige nun auch mit, als am Sonnabend die Prignitzer aus allen Himmelsrichtungen gen Kyritz unterwegs waren. Nicht ganz so schlagkräftig wie sonst, war auch die große Radwandergruppe der Awo-Begegnungsstätte wieder mit von der Partie. „Eigentlich hatte ich mehr von uns erwartet“, gesteht Rita Tessnow. Sonst seien sie immer um die 18 Mann, die seit gut 20 Jahren einmal wöchentlich mit dem Fahrrad ausgiebig die Region erkunden.

Insgesamt waren etwa 300 Radler von zwölf Sammelpunkten aus in Richtung Kyritz gestartet. „Der Empfang dort herzlich und alle waren erleichtert, endlich angekommen zu sein“, berichtet Mike Laskewitz. Auf dem Marktplatz in Kyritz erwartete die Pedalritter ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm voller Musik und Gesprächsrunden mit den teilnehmen Städten und ihren Bürgermeistern oder Vertreten und den Maskottchen. Wer sich auf der Tour verausgabt hatte, konnte sich mit Erbseneintopf und Gegrilltem stärken, bis es nach den Siegerehrungen gegen 13.30 Uhr langsam wieder in Richtung Heimat ging.




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