Düpow : Düpow sitzt auf dem Trockenen

Erst musste das Wasser abgepumpt, die Schadstelle trockengelegt werden, bevor das defekte Leitungsrohr durch ein neues ersetzt werden konnte.
Erst musste das Wasser abgepumpt, die Schadstelle trockengelegt werden, bevor das defekte Leitungsrohr durch ein neues ersetzt werden konnte.

Wasserleitung in Höhe Parkschlösschen geborsten, Versorgungsunternehmen PVU sofort am Reparieren

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28. November 2017, 05:00 Uhr

Rund 100 Haushalte in Düpow saßen am Montagfrüh im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen. Aus dem Wasserhahn tropfte es maximal nur noch, für Katzenwäsche oder einen Kaffee nicht mehr ausreichend. „Verständlich“, erläutert Klaus-Dieter Becker, seines Zeichens Abteilungsleiter Gas-Wasser beim Prignitzer Versorgungsunternehmen PVU. „Wenn der Druck weg ist, dann fließt kein Wasser.“

Morgens gegen 4 Uhr musste die Trinkwasserhauptleitung von Perleberg nach Düpow außer Betrieb genommen werden. Im Wasserwerk Wüsten Buchholz wurde eine Fehlermeldung registriert. Übermäßig viel Wasser wurde genommen. Elektronisch wurde daraufhin umgehend der Bereitschaftsdienst darüber informiert. Schnell stellte sich dann auch heraus, wo die Wassermassen sich ergossen. Höhe des Parkschlösschen war die Trinkwasserhauptleitung geborsten.

Ortsvorsteher und Landwirt Reiner Guhl erfuhr davon erst durch den Prignitzer. „Als wir damals bauten, wurde keine Leitung zu uns verlegt. Als landwirtschaftlicher Betrieb haben wir aber einen Sonderstatus, dürfen einen Brunnen bohren. Insofern sind wir wassermäßig Selbstversorger.“ Das ganze Jahr über werde der Brunnen behördlicherseits auch überwacht, „schließlich geht es hier um Trinkwasser“, ergänzt der Landwirt. Einzig der alte Hof im Dorf dürfte auch auf dem Trockenen gesessen haben, mutmaßt Reiner Guhl. Doch der sei derzeit nicht bewohnt. Für die Tiere anderer Düpower hatte die PVU schon mit einem Wasserwagen gesorgt.

Als Ortsvorsteher wollte Reiner Guhl sich sogleich in Spur begeben und sehen, wie die Düpower ohne Wasser zu recht kommen. „In der Großstadt ist das sicher eine kleine Katastrophe, aber auf dem Dorf weiß man sich im Allgemeinen zu helfen.“

Gegen Mittag dann tropfte es wieder aus dem Wasserhahn und als bald floss das Nass auch wieder ausreichend.

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