zur Navigation springen
Der Prignitzer

21. November 2017 | 22:30 Uhr

Düne als nachhaltige Lösung

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2013 | 06:30 Uhr

Wittenberge | Dünen statt Deichen: An zwei Stellen im Raum Wittenberge sicherten bislang natürliche Erhebungen die Region vor Hochwasser. Das ist erstens bei Cumlosen auf der Bundesstraße 195 zwischen dem Ortsausgang Richtung Lenzen und dem Elbevorland der Fall. Zweitens bei Sandkrug zwischen Wittenberge und Rühstädt.

Bei Cumlosen handelt es sich um eine Binnendüne, die sich auf einer Länge von 350 Metern entlang der B195 erstreckt. Wie Thomas Frey, Referent im Büro des Präsidenten des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) auf Anfrage des "Prignitzer" mitteilt, wird die im Juni nur aus der Not heraus gesicherte Düne nun endgültig ausgebaut. Fertig sind die Arbeiten laut Frey voraussichtlich Anfang August.

Rückblende in den Juni während der Katastrophe: Für die Flut seien Wasserstände von über 820 Zentimetern am Pegel Wittenberge vorhergesagt worden. Thomas Frey: "Für diesen Fall wäre die Düne Cumlosen teilweise nicht mehr hoch genug gewesen." Daher habe sich das Landesamt mit dem Katastrophenstab des Kreises abgestimmt und am 8. Juni entschieden, die Düne entsprechend zu verstärken. Die Arbeiten erfolgten am Sonntag, 9. Juni, durch die Wittenberger Niederlassung der Firma Eggers Umwelttechnik.

Zuvor hatte die Firma Sven Schulz die Flächen abgeholzt. Das Bauunternehmen Thomas Dobberstein fuhr das Material für die Arbeiten heran. Thomas Frey: "Dank des Einsatzes der drei Firmen konnte diese Notsicherung gleich am Sonntag vor Eintritt der höchsten Wasserstände abgeschlossen werden." 50 000 Euro kostete die Notsicherung. Aktuell wird die Düne auch dauerhaft verstärkt, was weitere 50 000 Euro verschlingen wird.

Der Bereich hätte auch mit etwa 30 000 Sandsäcken gesichert werden können, was dort aber keine dauerhafte Lösung gewesen wäre. Außerdem waren die Einsatzkräfte zu dem Zeitpunkt auch an anderen Stellen gefordert (beispielsweise bei Rethwischdorf und Müggenteich). Die nachhaltigere Lösung war also die gewählte Bauweise.

Diese Düne galt als ausreichend hoch (745 Zentimeter am Pegel Wittenberge plus ein Meter Freibord). Angesichts der neuen Bemessung des Wasserstandes (799 Zentimeter) seien jedoch "erhebliche Fehlhöhen im Freibordbereich vorhanden", erklärt Thomas Frey den Grund für die aktuellen Bauarbeiten in Cumlosen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen