Landkreis Prignitz : DSL: Zweckverband als Lösung?

Der Breitbandausbau für Firmen ist Diskussionsthema im Kreis.
Der Breitbandausbau für Firmen ist Diskussionsthema im Kreis.

Unternehmen ohne Berücksichtigung im laufenden Förderprogramm sorgen sich um Breitband-Anschluss.

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02. April 2019, 20:00 Uhr

Wirtschaft, Kommunen und Landkreis diskutieren über den Breitbandausbau. Anlass dafür sind Sorgen von Unternehmen, die im laufenden Förderprogramm keine Berücksichtigung finden. So werden beispielsweise manche Firmen im Wittenberger Gewerbegebiet Nord angeschlossen, andere nicht.

Das Problem seien die Förderrichtlinien, erklärte der beim Landkreis zuständige Geschäftsbereichsleiter Andreas Ditten auf einer Zusammenkunft mit der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW). So dürfen nur Gebiete angeschlossen werden, die noch keine 30 Mbit/s haben und die nicht Bestandteil eines früheren Ausbauprogramms waren, erklärte Ditten. „Wir sind mit diesen Regeln nicht zufrieden, haben aber keinen Spielraum“, sagte er. Derzeit werte der Kreis als Auftraggeber vorliegende Angebote aus, die Umsetzung erfolge ab Sommer bis Ende 2021.

„Für nicht berücksichtigte Firmen brauchen wir Lösungen“, forderte der WIW-Vorsitzende Lutz Lange. Der angestrebte Ausbaustandard auf 1 Gbit/s sei für Unternehmen eine Frage des Überlebens. Gegebenenfalls müssten Firmen selbst investieren oder Synergien mit angeschlossenen Nachbarn suchen, so Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Wittenberge. Die Kosten könnten aber immens sein, warnte Christian Fenske, Geschäftsführer des Technologiezentrums. Ihm liege ein Angebot über 30 000 Euro vor, um die vorhandenen 50 Mbit auf 1 GB auszubauen.

Die Verbandsgemeinde Seehausen hat sich für eine andere Methode entschieden. „Wir haben in den Landkreisen Salzwedel und Stendal einen Zweckverband gegründet, eigene Kredite aufgenommen und sind Eigentümer des zu bauenden Netzes“, sagte Mitarbeiterin Lisa Weigelt. 160 Millionen Euro stehen einschließlich Förderung zur Verfügung.

Im Landkreis Prignitz sind es rund 30 Millionen weniger. Ein Telekommunikationsunternehmen kann das künftige Netz vom Zweckverband pachten, seine Dienste anbieten. Das habe den Vorteil, dass der Verband Einnahmen erzielt. „Das wird sich rechnen“, sagte Lisa Weigelt.

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