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Der Prignitzer

23. November 2017 | 01:17 Uhr

DSL: Ab Montag wird gebaut

vom

svz.de von
erstellt am 21.Mär.2012 | 06:28 Uhr

Amt Bad Wilsnack/Weisen | Am 26. März beginnen die Bauarbeiten für das glasfasergestützte schnelle Internet in den noch nicht versorgten Orten des Amtes Bad Wilsnack/Weisen. Diese gute Nachricht überbrachte Ordnungsamtsleiter Gerald Neu am Dienstagabend in der Sitzung der Rühstädter Gemeindevertretung. "Vertreter der Telekom waren vor zwei Wochen zur Abstimmung in der Amtsverwaltung, heute erfolgte die Rücksprache mit der Baufirma", berichtete Neu.

Im Laufe dieses Jahres werden nicht nur - wie zunächst geplant - die Gemeinden Legde/Quitzöbel und Rühstädt, sondern auch Klein Lüben, Grube, Sigrön und Scharleuk mit kabelgebundenem DSL ausgestattet. Die letztgenannten Orte sollen bis zum Jahresende versorgt sein, Legde/Quitzöbel und Rühstädt bis Ende August. In der ersten Bauphase, so Gerald Neu, werden die DSL-Kästen gesetzt und die Leitungen in bereits vorhandene Leerrohre eingezogen. Noch vor Ostern, so der Amtsleiter, soll es einen symbolischen ersten Spatenstich geben. Das Amt verabschiedet sich damit auch endgültig von der zunächst favorisierten Funk-DSL-Lösung. Sie war Mitte 2010 geplatzt - ein Jahr Arbeit umsonst. Amtsdirektor Hans-Jürgen Arndt befürchtete seinerzeit den Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber den Bürgern. "Nach viereinhalb Jahren geht es endlich los", zeigte sich Gerald Neu vorgestern in der Gemeindevertretung erleichtert.

Die Deutsche Telekom hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres über das Vorhaben informiert. Pressesprecher Jürgen Will zufolge werde die Geschwindigkeit der Datenübertragung, je nach Entfernung zum Schaltgehäuse, bis zu 16 000 Kilobits pro Sekunde im Download erreichen. Der DSL-Ausbau für rund 450 Haushalte ist vertraglich mit der Telekom vereinbart worden. Damit, so Will, sei ein wichtiger Schritt für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Prignitz getan. Für die DSL-Versorgung in den Elbdörfern sollen laut Telekom 17 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt werden, außerdem werden fünf Multifunktions gehäuse - DSL-Kästen, die die Technik beinhalten - errichtet und an die Stromversorgung angeschlossen.

Alljährlich, so Will, investiere die Telekom rund drei Milliarden Euro in den Netzausbau, wobei besonders der DSL-Ausbau auf dem Land kostspielig sei: Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kosten bis zu 70 000 Euro. "In vielen Fällen setzt die Telekom daher auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen", so Jürgen Will. Mehr als 2500 Kooperationen habe die Deutsche Telekom inzwischen vereinbart.

Diese Art der Zusammenarbeit gibt es auch mit den Gemeinden im Amt Bad Wilsnack/Weisen. Das Amt für ländliche Entwicklung Neuruppin hatte drei Förderanträge bewilligt. Die beiden Gemeinden und die Stadt Bad Wilsnack kofinanzieren das DSL-Projekt mit jeweils rund 10 000 Euro.

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