DRK ist eine Sache des Herzens

Hubertus Diemer (r.) und Hans Lange zeichnen Ute Sperling für ihren jahrelangen Einsatz für das DRK aus.
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Hubertus Diemer (r.) und Hans Lange zeichnen Ute Sperling für ihren jahrelangen Einsatz für das DRK aus.

Ute Sperling erhält die höchste Auszeichnung des Landesverbandes / Blutspende bleibt die wichtigste Aufgabe

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27. Juni 2016, 14:25 Uhr

Sie lacht und freut sich, schaut auf den bunten Blumenstrauß. Ute Sperling und das DRK Prignitz sind eine Familie und vielleicht ist sie so etwas wie die Mutti in diesem Kreis. Seit 1982 engagiert sich die Pritzwalkerin für das Deutsche Rote Kreuz, hat maßgeblich an den heutigen Kreisstrukturen mitgearbeitet. Für dieses Engagement seit mehr als 30 Jahren erhielt sie die Joachim von Winterfeldt-Menkin Ehrenmedaille – die höchste Auszeichnung des Landesverbandes. „Das DRK ist und wird für mich eine Herzensangelegenheit bleiben“, sagt sie.

1982 sollte in der Brauerei Pritzwalk, ihr damaliger Arbeitsort, ein Zug der Zivilverteidigung aufgebaut werden. Für das koordinierende DRK wurde ihr der Vorsitz angetragen. „Mit Blick auf die lange Geschichte des DRK fand ich das reizvoll und wollte mich gerne engagieren“, sagt sie rückblickend.

Die Arbeit des DRK unterschied sich kaum von der heutigen: Blutspenden, Suchdienst, große Veranstaltungen wie die Spartakiaden absichern. Einen Kurs in Erster Hilfe hatte sie zu dem Zeitpunkt schon absolviert. Mehr aber nicht. „Den Gesundheitshelfer musste ich ganz schnell nachholen. Ich musste in diese Arbeit erst hineinwachsen.“ Das gelang ihr. „Mir gefiel von Beginn an die menschliche Seite, das DRK spiegelt christliche Werte wider, und ich hatte Spaß daran.“

Mit der Kreisgebietsreform Anfang der 90er Jahre begleitete sie maßgeblich die Fusion der beiden Kreisverbände. „Geräuschlos ging der Zusammenschluss nicht vonstatten.“ Der Perleberger Verband habe damals finanziell einige Schwierigkeiten gehabt, „das auch ganz ehrlich angesprochen“. Aber am Ende gab es die Fusion.

Beim Blick auf die landespolitisch geforderte Fusion mit Ostprignitz-Ruppin schüttelt Ute Sperling nur den Kopf. „Davon halte ich überhaupt nichts. Das ist ein reines Politikum und bringt der Bevölkerung Verschlechterungen.“ Egal mit welcher Region die Prignitz fusionieren würde, sie wäre der letzte Zipfel und würde weniger abbekommen, befürchtet Ute Sperling.

Ihre Mitgliedschaft im Kreisvorstand hat sie im vergangenen Jahr aufgegeben. Sie kandidierte nicht erneut, wollte das Zepter rechtzeitig an jüngere Mitgliede übergeben. Nachwuchs gebe es und den braucht das DRK auch.

Mit dem Jugendrotkreuz gebe es eine gute Möglichkeit, Schüler anzusprechen. Sie zu überzeugen, gelinge nicht immer. Aber es sei ja auch ein Erfolg, sie als Blutspender zu gewinnen. Ute Sperling darf selbst nicht spenden, ihr Mann macht es aber, ihre Tochter ebenfalls. „Die Enkel sind noch zu jung“, fügt sie an.

Blut zu spenden sei enorm wichtig. „Man darf dabei nicht egoistisch denken, denn wir alle sind darauf angewiesen“, meint sie. Ob bei einem Unfall, bei einer Operation oder für die eigenen Großeltern – früher oder später brauchen wir eine Blutkonserve. Die Spendenbereitschaft in der Prignitz sei gut und habe in den vergangenen Jahren wieder zugenommen.

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