Perleberg : Dritte Hagenbrücke wird noch in diesem Jahr saniert

Die Brücke an der Pferdeschwemme: Sie sieht besser aus, als ihr tatsächlicher Zustand verheißt.
Die Brücke an der Pferdeschwemme: Sie sieht besser aus, als ihr tatsächlicher Zustand verheißt.

Marode Holzkonstruktion wird durch eine Aluminium-Fachwerktrog-Brücke ersetzt /Kosten: 90 000 Euro

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17. Juni 2016, 04:45 Uhr

Alle guten Dinge sind drei: Nach der Brücke am Wallgebäude und jetzt der Hagenbrücke folgt die Brücke an der Pferdeschwemme. Möglichst noch in diesem Jahr soll sie erneuert werden. Im Stadtentwicklungsausschuss wurde nun die sogenannte Vorplanung vorgestellt. Zuständig dafür das Ingenieurbüro Pöyry. Und jenes hat auf dieser Strecke durchaus Erfahrung, sorgte es doch auch für den anderen brückenmäßigen Ersatz im Hagen.

Und der ist auch an der Pferdeschwemme dringend erforderlich, wie die Brückenprüfung im vergangenen Jahr bewies: Zustandsnote 3,5, sprich ungenügend, steht hier zu Buche.

Im Jahre 1993 wurde die Holzbrücke auf den alten Fundamenten errichtet. Doch schon nach zehn Jahren deutete sich an, dass diese Querung über die Stepenitz für Fußgänger und Radfahrer alles andere als für die Ewigkeit gefertigt wurde. Dabei ist sie aber überaus wichtig „für die Erschließung von Hagen und Innenstadt“, so auch das Resümee des Ingenieurbüros. Nicht zuletzt führen auch die Gänsetour und die Tour Brandenburg über jene.

Doch die Schäden an der Brücke seien inzwischen so enorm, dass Verkehrs- und Standsicherheit in Frage gestellt sind. Kurzum: Die Dauerhaftigkeit des Bauwerks ist nicht mehr gegeben, sagen die Fachleute.

Ein Ersatzbau soll es nun richten. Als Überbau soll eine vorgefertigte Aluminium-Fachwerktrog-Brücke dienen – analog in der Ausführung und Farbgebung zu der am Wallgebäude. Da diese weitaus leichter als die derzeitige ist, könne man jene auch auf den vorhandenen Widerlagern, die instandgesetzt und angepasst werden, errichten, erläuterte Daniel Piske von der Schweriner Außenstelle des Ingenieurbüros.

Weitere positive Effekte: Die Neigung der Anrampungen werden um einiges geringer ausfallen, derzeit sind es 18 bzw. 9 Prozent, die dann auf 2,5 Prozent reduziert werden. Es geht somit nicht mehr so steil von der Brücke runter. Umverlegt werden muss allerdings eine Gasleitung, doch dafür sei ausreichend Platz auch unterhalb der Brücke. Übrigens, auch der Abstand zwischen Wasser und Brücke werde größer.

Zwei Meter Nutzungsbreite wie gehabt und 13,30 Meter lang – Stützweite wie der Fachmann sagt – so die Maße der neuen Querung, die in zwei bis drei Monaten fertig sein könne, wenn da die Lieferzeiten nicht wären, so die Planer, die angesichts des zeitlichen Hickhacks betreffs der Hagenbrücke schon mal vorbauen. Laut Vorplanung soll sie aber noch in diesem Jahr fertig werden. Mit zirka 90 000 Euro werden die Baukosten veranschlagt.

Der Bauausschuss empfahl die Vorplanung einstimmig weiter in den Hauptausschuss. 

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