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Sanierung in Perleberg : Dritte Brücke im Hagen wird saniert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Marode Holzkonstruktion wird durch eine Aluminium-Fachwerktrog-Brücke ersetzt

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 07:00 Uhr

Alle guten Dinge sind drei: Nach der Brücke am Wallgebäude und der Hagenbrücke folgt jetzt die Brücke an der Pferdeschwemme. Die Baustelle ist eingerichtet, die Brücke bereits gesperrt. Am Montag erfolgt dann das Abfischen mit fischereibiologischer Begleitung, war von der Stadt und dem Sanierungsträger, der BIG-Städtebau, auf Nachfrage zu erfahren. Mit den eigentlichen Arbeiten könne dann begonnen werden. Am Dienstag ist der Abbruch der Brücke geplant. Zugleich sollen sogenannte Big Bags eingebracht werden, die das Wasser zurückhalten. In der 34. Kalenderwoche soll die neue Brücke geliefert werden. Bis Ende September dauern die Arbeiten an und so lange geht es hier auch nicht über die Stepenitz.

Zur Erinnerung: Im Jahre 1993 wurde die Holzbrücke an der Pferdeschwemme auf den alten Fundamenten errichtet. Doch schon nach zehn Jahren deutete sich an, dass diese Querung über die Stepenitz für Fußgänger und Radfahrer alles andere als für die Ewigkeit gefertigt wurde. Dabei ist sie aber überaus wichtig für die Erschließung von Hagen und Innenstadt. Nicht zuletzt führen auch die Gänsetour und die Tour Brandenburg über jene.

Doch die Schäden an der Brücke waren inzwischen so enorm, dass Verkehrs- und Standsicherheit in Frage gestellt sind. Kurzum: Die Dauerhaftigkeit des Bauwerks war nicht mehr gegeben, sagen die Fachleute.

Ein Ersatzbau soll es nun richten. Als Überbau soll eine vorgefertigte Aluminium-Fachwerktrog-Brücke dienen – analog in der Ausführung und Farbgebung zu der am Wallgebäude. Da diese weitaus leichter als die derzeitige ist, könne man jene auch auf den vorhandenen Widerlagern, die instandgesetzt und angepasst werden, errichten.

Weitere positive Effekte: Die Neigung der Anrampungen werden um einiges geringer ausfallen, derzeit sind es 18 bzw. neun Prozent, die dann auf 2,5 Prozent reduziert werden. Es geht somit nicht mehr so steil von der Brücke runter. Umverlegt werden muss allerdings eine Gasleitung, doch dafür sei ausreichend Platz auch unterhalb der Brücke. Übrigens, auch der Abstand zwischen Wasser und Brücke werde größer. Zwei Meter Nutzungsbreite wie gehabt und 13,30 Meter lang – Stützweite, wie der Fachmann sagt – so die Maße der neuen Querung. Mit zirka 90 000 Euro werden die Baukosten veranschlagt.  

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